SPD, CDU, Hamburg, Frankreich, USA & Türkei

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SPD

„Deutschland kann mehr“ Als Kanzlerkandidat hatte Peer Steinbrück Deutschland in düsteren Farben gemalt. Martin Schulz zeichnet bei der Vorstellung des SPD-Zukunftsprogramms ein realistischeres Bild des Landes. Süddeutsche Zeitung

Der angriffslustige Kanzlerkandidat Martin Schulz stellt mit scharfer Rhetorik in Berlin seinen „Zukunftsplan“ vor. Auch bei seiner Rundreise durch die Republik wetterte er kräftig gegen Kanzlerin und Union. Dabei wirkte er aber eher verzweifelt als zielstrebig. FAZ

Kämpfen statt schleimen: Martin Schulz zeigt endlich, was er kann Wer als Politiker mit dem Rücken zur Wand steht, kann versuchen, sich beim Wähler einzuschleimen. Er kann es aber auch wie Martin Schulz machen – und für Europa werben. Irre? Ja. Könnte aber funktionieren. Stern

Das wird teuer Auch SPD-Kanzlerkandidat Schulz will den Zusammenhalt der Eurostaaten durch eine EU-Reform, einen Investitionshaushalt für die Eurozone und einen gemeinsamen Finanzminister stärken. Schulz machte klar, dass Deutschland künftig mehr Geld für Europa bereitstellen muss. Ob er damit die Deutschen überzeugt, ist fraglich. Bonner General-Anzeiger

Die SPD hat zumindest ein Angebot SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will Kanzlerin Angela Merkel zum Streit über Inhalte zwingen. Bringt der Zukunftsplan die erhoffte Polarisierung? Zeit

Die Hoffnung stirbt zuletzt SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz schärft sein Wirtschafts-Programm und attackiert Kanzlerin Angela Merkel. Aber reicht das für die Wende? Wirtschaftswoche

CDU

Die Vorsichtigkeitsrhetorikerin Im ARD-Sommerinterview mit der Kanzlerin versuchen die Moderatoren, die „Methode Merkel“ zu kritisieren. Und führen dann genau diese par excellence vor. Zeit

Merkel ist im Merkel-Modus Angela Merkel kann, was eine gute Wahlkämpferin können muss: Sie kann zuspitzen, aufdrehen und begeistern. Jetzt, wo die Wahl näherrückt, tut sie aber das Gegenteil. Sie langweilt ihr Publikum absichtlich. Handelsblatt

Treffen sich drei Hat sich seit 2013 nichts verändert? Beim ARD-Sommerinterview setzt die Bundeskanzlerin wieder mal auf asymmetrische Demobilisierung. taz

Hamburg

Wer ist schuld am Desaster in Hamburg? Polizisten, die den Einsatz verweigern, Linke, die Gewalt gutheißen, Politiker, die die Gefahr unterschätzen: Nach dem G-20-Gipfel gibt es Schuldzuweisungen allerorten. Die Positionen im Überblick. Süddeutsche Zeitung

Triumph der Linksterroristen Der G-20-Gipfel markiert nicht das Ende der Kuschelpolitik gegenüber Autonomen, sondern eine Verkuschelung des Begriffs. Das war der größte Triumph der Linksterroristen. Man kann es nicht fassen. Die Welt

Olaf Scholz nährt den Frust Ja, die Gewalt von Autonomen und Party-Volk muss Konsequenzen haben. Aber was ist mit Politikern, die bewusst unwahre Behauptungen aufstellen? Frankfurter Rundschau

Es ist doch nur ein Twingo Schön (und auch ein bisschen langweilig), dass jetzt alle die Gewalt verurteilen. Aber das ist zu wenig. Die Linke hat ihre Formen der Kapitalismuskritik zu überdenken. Zeit

Bitte wegsehen, bitte verdrängen! Nach den Hamburger Strassenschlachten herrscht Ratlosigkeit. Wie konnte dies nur geschehen? Erneut war der deutsche Politikbetrieb einer sicherheitspolitischen Herausforderung nicht gewachsen. NZZ

Jenseits der Krawallkulisse G20 hat es wieder gezeigt: Die politischen Stimmen der jungen Generation sind im öffentlichen Diskurs unterrepräsentiert. Das muss sich ändern. Tagesspiegel

Trump in Frankreich

Ehrengast Emmanuel Macron behandelt Donald Trump wie einen Präsident Amerikas – und nicht wie einen Wahnsinnigen. Damit handelt er richtig. FAZ

Weltpolitik in einer virtuellen Parallelrealität Welches Alphatier schüttelt dem anderen wie lange die Hand? Was tragen die First Ladies? Wenn das die großen Fragen sind, verschwindet die Wirklichkeit – und das nutzt vor allem den Autokraten. Die Welt

Trump schlägt aufs Gemüt Der Besuch des US-Präsidenten bei Frankreichs Staatschef am Nationalfeiertag empört viele Franzosen. Zurecht? Frankfurter Rundschau

Türkei

Diese Türkei ist verloren Erdogans Größenwahn ist erschreckend. Unter ihm kann die Türkei nicht Teil der EU werden. Das muss sich der Westen endlich eingestehen – und die Konsequenzen daraus ziehen. FAZ

Ein Volk als Geisel Ein Jahr nach dem Putschversuch liegt die türkische Demokratie in Scherben. Staatspräsident Erdoğan macht den Westen für jedes Übel verantwortlich, das sein Land trifft. Doch dem nationalen Rausch wird Ernüchterung folgen. Süddeutsche Zeitung

Man kann auch auf demokratische Weise eine Diktatur schaffen Der türkische Staatspräsident kann heute zwar Polizeiapparat und wohl auch Justiz nach Belieben orchestrieren. Er ist aber auch schwach. Erdogan hat mindestens die Hälfte der Gesellschaft gegen sich. Die Welt

Festnahmen statt ehrlicher Aufklärung Ein Jahr nach dem Putschversuch sind die Hintergründe weiter unklar – und die Regierung in Ankara trägt nichts dazu bei. Frankfurter Rundschau

Die Legende vom Desinteresse des Westens Die türkische Regierung spricht bei ihren Feierlichkeiten von der angeblichen Sympathie, welche „der Westen“ insgeheim mit den Putschisten hegte. Die Behauptungen sind nachweislich falsch. Doch es gab eine bemerkenswerte Ausnahme. FAZ

Wer steuerte den Putsch? Die Hintergründe des versuchten Staatsstreichs in der Türkei sind noch immer nicht geklärt. Aber es gibt Indizien dafür, dass die Gülen-Bewegung beteiligt war. Süddeutsche Zeitung

The Loneliness of Recep Tayyip Erdogan His lifelong resentment of secularists has decimated Turkish democracy. The Atlantic

…one more thing!

Autokonzerne gefährden die wichtigste Branche des Landes Die Diesel-Affäre steht für das Versagen der deutschen Automobilindustrie: Mit allen Mitteln wird dort versucht, eine Technologie von gestern zu retten. Das könnte Hunderttausende Jobs kosten. Süddeutsche Zeitung

Leitartikel

Der teure Plan der SPD Die Schulz-SPD braucht sehr viel Geld für ihre Idee eines modernen Deutschlands. Das Geld bekommt sie nicht, ohne die Marktwirtschaft an entscheidender Stelle zu stärken. FAZ

Das Schulz-Programm ist ein einziges Mehr-Mehr-Mehr! „Mehr“ war das häufigste Wort in der Rede von Martin Schulz, mit der er sein neues Wahlprogramm vorstellte. Bei Licht besehen ist es das alte Programm der SPD. Eines muss man dem SPD-Kandidaten lassen. Die Welt

Die innere Unsicherheit der SPD Man muss schon ein sehr großer Optimist sein, um noch zu glauben, dass Martin Schulz eine Chance gegen Angela Merkel haben könnte. Bild

Merkel lässt CSU abblitzen Nein, nein, nein – im ARD-Sommerinterview macht Kanzlerin Angela Merkel klar, dass sie drei wichtige Forderungen der CSU nicht umsetzen will. Dafür stellt sie sich hinter Olaf Scholz. Frankfurter Rundschau

Eine neurotische Nation Die Leitkultur sollte ein Motor des Zusammenwachsens sein, schreibt der Schöpfer des Begriffs, Bassam Tibi. Stattdessen gefährdet sie in Deutschland die Integration, weil Linke und Rechte den Begriff missbrauchen. Tagesspiegel

Warum sich die Gewerkschaften erbitterte Kämpfe liefern werden Das Karlsruher Urteil zum Tarifeinheitsgesetz ist feige. Das Verfassungsgericht wollte es sich offenbar mit der großen Koalition, den DGB-Gewerkschaften und den Arbeitgebern nicht verscherzen. Süddeutsche Zeitung

Die Akte Hamburg Warum der Staat seine Brger alleinließ Spiegel (Print)

Gesundheit aus dem Bauch Wie die Bakterien im Darm unser Wohlbefinden und die Gefühle steuern Focus (Print)

Why the spectre of a hard Brexit has European airlines worried The continent’s second-biggest budget airline opens an Austrian subsidiary Economist

Kushner and Bannon Team Up to Privatize the War in Afghanistan Blackwater’s Erik Prince was a shoo-in for the plan. But who is Stephen Feinberg? The Nation

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