Wahlkampf, linksunten, EU, Flüchtlinge & Tegel

Bundestagswahlkampf

Dass man wählt, ist wichtiger, als was man wählt Wolf und Pamela Biermann gehen bis zur Bundestagswahl auf Tour, um besonders unter der Jugend für die Stimmabgabe zu werben. Wo die Arbeit der Politiker nicht geachtet und respektiert wird, leide die Demokratie. Die Welt

Die CDU ist der Feind Kanzlerin Angela Merkel will mit der sogenannten Alternative nicht zusammenarbeiten, was nicht alle ihrer Parteimitglieder genauso sehen. Frankfurter Rundschau

Schulz wechselt in den Angriffsmodus Eine Woche vor dem TV-Duell geben die Kanzlerkandidaten in der ARD und im ZDF Sommerinterviews: Während Schulz es erstmals mit einen Frontalangriff probiert, nimmt Merkel schon das Ende des Jahrhunderts in den Blick. Handelsblatt

Angriff ins Leere Eine Woche vor dem TV-Duell liefern sich Merkel und Schulz ein Fernduell. Schulz gibt sich kämpferisch. Doch Aggressivität alleine wird gegen die Kanzlerin nicht reichen. Zeit

Merkel absorbiert Schulz Kanzlerin Merkel und ihr Herausforderer Schulz treten in ARD und ZDF im Fernduell gegeneinander an. Der SPD-Chef greift an, doch seine Attacken perlen an der CDU-Vorsitzenden ab. Süddeutsche Zeitung

Die zeitlose Kanzlerin Angela Merkel sitzt tief im Sattel. Stabil und solide regiert sie durch. Wie wird man sich in der Zukunft an diese Frau erinnern? Tagesspiegel

Angela Merkels Wohlfühldeutschland Das Herrschaftsprinzip von Angela Merkel ist simpel. Sie wird nicht von einer grossen Idee angetrieben. Sie hat keine. Merkel wird Deutschland weiter verwalten. Ohne jeglichen Veränderungswillen. NZZ

Im Wahlkampf dieselt es Die Angst vor sinkenden Restwerten in der Zukunft reicht aus, um eine ganze Antriebstechnik in den Leerlauf zu schalten. Daran ändern alle Wahlkampf-Beteuerungen nichts. FAZ

linksunten.indymedia

Im Rausch der linken Gewalt Der Innenminister hat das Portal „linksunten“ verboten. Wer sich auf der Seite einmal umgesehen hat, weiß, warum. Ihre Rückkehr haben die Betreiber schon angekündigt. Ungebrochen ist ihr Hass auf das „Schweinesystem“. FAZ

Die Abschaltung der linksextremen Seite war absolut richtig Die linksradikale Internet-Plattform sollte man nicht verharmlosen. Letztlich hatte „linksunten.indymedia“ nur ein Ziel: Die rechtsstaatliche Ordnung zu beschädigen und terroristische Gewalt wie Autoanzünden zu bejubeln. Die Welt

Das richtige und doch bedauerliche Ende einer linksradikalen Website Linke Kritik an Kapitalismus und Staat ist nicht nur zulässig, sie ist notwendiger Bestandteil einer liberalen Gesellschaft. Doch Aufrufe zur Gewalt sind nicht zu dulden; sie öffnen die Tür zur Barbarei. NZZ

„Billigung von Straftaten“ erleichtert Die Betreiber der Seite sollen selbst keine Strafdelikte begangen haben, aber sie hätten kommunikative Straftaten anderer ermöglicht, so der Vorwurf. taz

EU

Macrons zweifelhafter diplomatischer Erfolg in Osteuropa Der französische Präsident wird nationalistisch: Er will billige Arbeitskonkurrenz aus Osteuropa verhindern. Und verspricht im Gegenzug, vom Flüchtlings-Verteilungsdruck zu lassen. Die Welt

Selbst ist die Bank Die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union kommen nicht voran. Am Montag sollen sie in die dritte Runde gehen. FAZ

We Are All From Europe After the recent terrorist attack in Barcelona, a crowd chanted “I am not afraid.” It was a firm demonstration of unity that transcended internal divisions – precisely the kind of unity that will prove critical to defeating Islamist terror in Europe. Project Syndicate

Flüchtlinge

Warum plötzlich viel weniger Migranten übers Mittelmeer kommen Nicht nur Italien rätselt, weshalb sich nur noch wenige Boote zu seinen Küsten aufmachen. Ein Grund dafür könnte eine dubiose Brigade sein, die an Libyens Stränden Patrouille läuft. Süddeutsche Zeitung

„Wir haben die Nase voll von den Menschenschmugglern“ Die Flüchtlingszahlen auf der Route nach Italien gehen zurück – auch weil an Libyens Küste der Widerstand gegen die Schleuser wächst. Aber die finden schon neue Wege. Zeit

Warum sichere Grenzen nötig sind Am Montag treffen sich in Paris Staaten Europas und Afrikas zum Migrationsgipfel. Deutschland muss einräumen, dass offene Grenzen sowie ein Recht auf Einreise aus der Zeit gefallen sind. Tagessspiegel

Flughafen Tegel

Berlin braucht Raum, Schluss mit Tegel! Bei den Diskussionen um den Erhalt des alten Flughafens überwiegt Kleingeist. Aus Scham über die BER-Pannen versucht man, einen überalteten Standort schönzureden. Stattdessen muss im Norden Berlins gebaut werden. Die Welt

Weg mit dem Tegel-Tabu Um den Luftverkehr in Berlin nicht ins Chaos zu führen, sollten die Verantwortlichen über die Option Tegel ernsthaft nachdenken. Doch diese wünschen sich offenbar lieber ein Volk von Radfahrern und Fußgängern. FAZ

Bei Tegel geht’s um mehr als einen Flughafen Berlin muss sich fragen, welche Art von globaler Mobilität und welches Wachstum es will. Endlich kämpft auch Michael Müller darum. Tagesspiegel

…one more thing!

Die neue nukleare Gefahr Die Einsatzschwelle für Atomwaffen auf der Welt sinkt. Jetzt sind Geduld und Diplomatie gefragt – und nicht „Feuer und Zorn“. Süddeutsche Zeitung

Leitartikel

Neid und Angst sind out, Herr Schulz Die fehlende Wechselstimmung in Deutschland ist nicht mit Stillstand gleichzusetzen. Die SPD muss endlich aufhören, Unzufriedenheit zu säen und stattdessen die Zufriedenheit mehren. Neid und Angst sind überholt. Die Welt

Italien ist der zynische Handlanger Europas Das Land nutzt die guten Verbindungen in seine ehemalige Kolonie Libyen, um Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa zu stoppen. Das kann keine dauerhafte Lösung sein. Süddeutsche Zeitung

Nur eine Fassade von Einheit Die Demonstration gegen den Terror in Barcelona war eindrucksvoll. Doch Spanien ist ein zutiefst gespaltenes Land. FAZ

Terror-Export Der Iran benutzt deutsche Islamverbände, um seine menschenverachtende Ideologie bei uns zu verbreiten. Bild

Die üble Scharade des Verkehrsministers Dobrindt und der Autobahnbau: Am Ende zahlt der Bürger mehr, um zu glauben, er zahle weniger. Tagesspiegel

Kunst ist keine Waffe der Ideologie Kunst darf, soll, muss aufsässig sein. Aber wenn das wie bei „Auschwitz on the Beach“ nach hinten losgeht, läuft etwas gründlich schief. Dafür gibt es viele Ursachen. Frankfurter Rundschau

„Es ist scheiße, ein Mörder zu sein.“ 40 Jahre Deutscher Herbst Spiegel(Print)

Die Zukunft des Autos Die Revolution auf den Straße. Lohnt sich ein E-Auto jetzt schon? Focus (Print)

Do attempts to legislate against “fake news” recall the tactics of religious censors? Though less extreme than the censorship of yesteryear, some laws threaten the important freedom to be wrong Economist

Trump’s Pardon for Arpaio Is the Workings of the American Political System Laid Bare Trump clearly doesn’t care about interfering with the administration of justice—and he doesn’t have to, either. The Nation

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