Regierung, Özkan, NRW, Schuldenkrise & Deutsche Bank

„Wir lassen Griechenland nicht fallen“ Inmitten der sich drastisch verschärfende Schuldenkrise Griechenlands hat sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit deutlichen Worten gegen anhaltende Forderungen aus allen Bundestagsfraktionen gewandt, Banken und andere Gläubiger am Hilfspaket für Griechenland zu beteiligen. Am Mittwoch geht die Griechenlandhilfe in die entscheidende Runde. Handelsblatt

Ein Thema, bei dem man nur verlieren kann. Angela Merkel soll ihre Politik besser verteidigen, bevor anti-griechische Stimmungsmache zum ernsthaften Problem wird. Süddeutsche Zeitung

Berlin spielt auf Zeit. Das Zögern der Bundesregierung kommt Griechenland teuer zu stehen taz

Niedersächsische Sozialministerin Özkan

So wahr ihr Gott helfe. Der Kruxifix-Streit ist erledigt, der Niedersächsische Landtag wählt die Muslimin Aygül Özkan zur neuen Sozialministerin – und bestaunt ihren Amtseid. Süddeutsche Zeitung

Zentralrat der Muslime hält Özkan-Debatte für „verlogen“ Aygül Özkan (CDU) ist jetzt offiziell Mitglied der Landesregierung in Niedersachsen. Ihren Amtseid schloss sie mit den Worten: „So wahr mir Gott helfe“. Der Zentralrat der Muslime kritisierte die Debatte um Özkans Kruzifix-Aussagen. Tagesspiegel

Seifenoper Wahrscheinlich wird heute wieder so ein Tag wie Montag oder Dienstag. Wieder so ein Tag, der ganz und gar bestimmt wird von einer völlig überdrehten Sensationslust, an dem sich alle Augen auf eine junge Frau ausrichten, die seit Dienstag Landesministerin in Hannover ist Hannoversche Allgemeine

CDU fällt Özkan zu Unrecht in den Rücken. Die Berufung der ersten türkischstämmigen Ministerin wurde eben noch als Coup gerühmt – jetzt gilt Aygün Özkan einigen in der CDU schon als Belastung. Dabei legt sie exakt die Haltung an den Tag, die man sich in einer christlichen Partei für seine Migrationspolitiker wünschen kann Die Welt

Wulff hinter Özkan: 99 Prozent tolle Äußerungen Nürnberger Zeitung

Liebe Frau Özkan! Trotz der Störfeuer aus der CDU: Aygül Özkan ist als erste türkischstämmige Ministerin in Niedersachsen vereidigt worden. In einem offenen Brief. gratuliert der Stern

Triumph der Kreuzritter. Die aufgeregte Kruzifix-Debatte über die neue niedersächsische Sozialministerin Özkan sagt viel über den Zustand der Union – und den Kurs der CDU-Chefin. Immer häufiger bekommt Merkel den Zorn der Traditionalisten zu spüren. Deswegen tritt sie bei der Öffnung der Partei selbst auf die Bremse. Spiegel

„So wahr mir Gott helfe“ Deutschlands erste muslimische Ministerin im Landtag von Niedersachsen vereidigt Bild

Großes Glück und zweierlei Maß: Wie türkische Medien über die Vereidigung der niedersächsischen Ministerin Aygül Özkan und die Kruzifix-Debatte in Deutschland berichten. Tagesspiegel

Wahl in NRW

Jürgen Rüttgers gibt weiter den Johannes Rau. Kontroverse vor der Wahl: Im TV-Duell in NRW bringt sich SPD-Herausforderin Kraft in die Bredouille. Rüttgers setzt nach – klare Treffer landet er nicht. Süddeutsche Zeitung

Ein Hauch von Großer Koalition. Bei der Wahl des Jahres in NRW wird auch über die Berliner Koalition abgestimmt. Das TV-Duell zwischen SPD-Kandidatin Kraft und CDU-Ministerpräsident Rüttgers endete 1:1. Kommt die Große Koalition? Stern

Gesehen und vergessen. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und seine Herausforderin Hannelore Kraft können in ihrem TV-Duell keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen – weil sie nicht das nötige Rollenspiel beherrschen Tagesspiegel

Schulwahlkampf. In Nordrhein-Westfalen wird über die Zukunft von Gymnasien, Haupt- und Realschulen gestritten. Es ist das zentrale landespolitische Wahlkampfthema. Die Parteien versuchen, daraus einen Lagerwahlkampf zu inszenieren. FAZ

Heimliches Wunschmodell. Nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen sind mehrere Koalitionen denkbar. Warum nicht wenige mit der Idee eines schwarz-grünen Bündnisses liebäugeln – das aber nicht offen sagen. Süddeutsche Zeitung

Von der Hoffnung, wieder Tritt zu fassen. Der Niedergang der SPD in Nordrhein-Westfalen begann lange vor der Agenda-Politik Gerhard Schröders. Doch die Sozialdemokraten haben wieder Tritt gefasst. Auch, weil in ihrer Kampagne nichts mehr an frühere Zeiten erinnert. FAZ

Schuldenkrise

Athens Schulden fallen auf Ramschniveau Turbulenzen an den Finanzmärkten. Griechische Staatsanleihen nur noch mit „BB +“ bewertet, Standard & Poor’s stuft auch Portugal herab Börsenzeitung

Die Schuldenkrise verschärft sich. Die Ratingagentur Standard & Poor’s stuft die Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals abermals herab. Kredite für beide Länder werden nun noch teurer. Die Börsen gaben weltweit nach. FAZ

Finanzmärkte lassen Griechenland fallen. Griechische Staatsanleihen sind auf „Ramsch“ zurückgestuft worden. Das bringt das Land in schwere Bedrängnis. Unterdessen zeichnet sich ab, dass die Banken doch wieder davonkommen werden: Sie müssen für die Rettungskosten nicht zahlen. Süddeutsche Zeitung

Griechenlands größte Gläubiger. Die Bonität von Griechenland wurde erneut gesenkt. Das macht es noch schwerer, an Kapital zu kommen. Wer am meisten zahlen muss. Wirtschaftswoche

Griechische Tragödie bedroht Banken Frankfurter Rundschau

Griechen-Krise bedroht deutsche Staatsbanken. Die Idee klingt so einfach wie verlockend: Weil Banken mit griechischen Anleihen gezockt haben, sollen sie sich an der Rettung des Pleitelands beteiligen, verlangen viele Politiker. Eine Milchmädchenrechnung – denn betroffen wären vor allem Institute, die ganz oder teilweise dem Staat gehören Spiegel

Wie die Griechen die Krise meistern können. Ökonomen zeichnen ein düsteres Bild der griechischen Krise. Ohne eine Beteiligung der Anleger – den Haircut – wird es wohl kaum gehen. Denn die Märkte halten die Griechen für faktisch bankrott. Die Auswirkungen auf andere Länder, Banken und Versicherungen könnten aber fatal sein. Die Welt

Was will Deutschland eigentlich? Die Griechenland-Strategie der Bundesregierung schadet dem deutschen Interesse. Kanzlerin Merkel steuert einen gefährlichen Kurs Financial Times Deutschland

Wird Portugal das nächste Griechenland? Innerhalb der EU wächst die Furcht, dass auch Portugal demnächst sein Defizit nicht mehr in den Griff bekommen könnte. Die Ratingagentur Standard & Poors hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals abermals herabgestuft. Und aus Protest gegen Sparpläne sind die portugiesischen Eisenbahner in den Streik getreten. FAZ

Ab in den Bankrott! Nur ein Staatsbankrott und ein Austritt aus der Währungsunion können Griechenland und den Euro noch retten. Das ist durchaus machbar – auch ohne eine neue Bankenkrise. Wirtschaftswoche

Überlebt der Euro die Griechen-Krise? Damit die Währungsunion Bestand haben kann, müssten die Europäer zu viel mehr staatsübergreifender Solidarität bereit sein. Doch gerade die Deutschen sind es nicht. Ist das europäische Projekt am Ende? manager magazin

Die Europäische Zentralbank hat die Inflation im Griff. Hat sie? Beim Brötchenkauf kommt der Anleihe-Experte ins Grübeln. Wirtschaftswoche

Deutsche Bank

Großer Gewinn, große Pläne. Besser kann man es nicht machen – vorausgesetzt, man hat sich ganz dem Kapitalmarktgeschäft verschrieben und jegliche Ambitionen in anderen Geschäftsfeldern fahren lassen. Börsenzeitung

Josef Ackermann und das griechische Feuer. Die Deutsche Bank macht einen Riesengewinn und Chef Ackermann übt sich in Demut. Er hat einen Plan für Griechenland – sein Institut würde profitieren Süddeutsche Zeitung

Die Geldmaschine. Je unsicherer die Welt, desto besser geht es der Deutschen Bank. Das größte Geldhaus Deutschlands fährt sagenhafte 30 Prozent Rendite ein – praktisch allein im Investmentbanking. Das klassische Bankgeschäft dagegen entwickelt sich schwach. Doch daran braucht Josef Ackermanns Konzern wohl auch nichts zu ändern manager magazin

Ackermanns riskanter Rekord. Die Deutsche Bank erzielt ein Rekordergebnis. Die Abhängigkeit vom schwankenden Investmentbanking ist jedoch ungebrochen Wirtschaftswoche

Volkswirtschaftlich sind die riesigen Gewinne im Kapitalmarktgeschäft dagegen weitgehend nutzlos. Darin liegt eine ungeheure Verschwendung intellektueller Ressourcen. Man stelle sich vor, dass die hoch qualifizierten Physiker und Mathematiker, die im Dienste der großen Banken an undurchsichtigen „Finanzprodukten“ feilen, echte Innovationen hervorbrächten, die dem Gemeinwohl zugutekämen statt den Aktionären. Frankfurter Rundschau

Gefahr eines Renditewettlaufs. Für die Deutsche Bank beginnen fette Jahre. Doch die hohen Gewinne sind auch ein Zeichen, dass sich im Finanzsystem eine Zwei-Klassen-Gesellschaft herausbildet. Denn die klamme Konkurrenz kommt kaum aus den roten Zahlen raus. Kölner Stadt-Anzeiger

Ein Schimmer von Goldman. Mit dem Sieg an den Kapitalmärkten macht sich Ackermann angreifbarer denn je für die Politik und die Regulierer, die es in erster Linie auf die riskanten Deals abgesehen haben. Handelsblatt (Print)

Ackermanns Vorsicht. Die Deutsche Bank glänzt mit einem Quartalsgewinn von 2,8 Milliarden Euro. Die Anleger zeigen sich aber verschnupft und verkaufen die Aktie. FAZ

Die Zahlen? Bitte! Es gibt wohl hierzulande keinen Wirtschaftsführer, der so viel Häme, Spott und Verachtung auf sich zieht wie der Chef der Deutschen Bank. Und doch: Deutschlands Glück mit Josef Ackermann. Tagesspiegel

Wahlkampfhelfer wider Willen. In knapp zwei Wochen wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün deutet sich ein Fotofinish an. Mit dem heute präsentierten Milliardengewinn könnte Deutsche-Bank-Primus Josef Ackermann einer Farbkombination zu den entscheidenden Siegmillimetern verhelfen. manager magazin

… one more thing!!!

Lasst es beben, Schwestern! Ein iranischer Geistlicher glaubt, offene Dekolletés lösten Erdbeben aus. Man sollte die These nicht vorschnell verwerfen. Wird der Einfluss unseres Verhaltens auf den Globus nicht unterschätzt? Kölner Stadt-Anzeiger Der ursprüngliche  Boobquake Blog & Boobquake auf Facebook

Leitartikel

Der Euro darf nicht kaputtgehen. Je turbulenter, verworrener die Griechenland-Krise wird, umso klarer tritt zu Tage: Es geht um den Euro insgesamt. Es geht um alles. Bild

Hinter dem Zerrspiegel. Vorurteile beherrschen das Verhältnis zwischen Deutschen und Polen. Wir lernen: Nicht die Freak-Show der Kacynskis prägt unser Nachbarland heute, sondern Tusks kühle Vernunft. Frankfurter Rundschau

Chinas Flagge. Systematisch betreibt China den eigenen Aufstieg. Die Welt darf noch einiges erwarten. Auf ein Wettrüsten mit den Vereinigten Staaten wird sich Peking in absehbarer Zukunft aber nicht einlassen. FAZ

Unsinn in China, Seehofers China-Reise AZ München

Alles für die mobilen Sieger. Wenn in einer Branche von „Kampf“ und „Showdown“ die Rede ist, dann steht meist viel Geld auf dem Spiel. Das gilt besonders für das mobile Internet. In diesem schnell wachsenden Markt ringen mehrere der größten Technologiekonzerne der Welt um die lukrativen Spitzenplätze. Financial Times Deutschland

Obama isn’t radical. His party is. USA Today

Afghan crunch time: Obama must decide whether to talk to the Taliban Washington Post

The Goldman Drama. Dumb but decent meets smart and sleazy in the Washington drama over how to prevent another financial meltdown. New York Times