Putin, Koalition, Babyklappe, Schuldenkrise, Nahost & US-Vorwahlen

Putin gewinnt mit absoluter Mehrheit. Wladimir Putin hat die Präsidentenwahl laut ersten Ergebnissen gewonnen. Nach ersten Auszählungen kommt Putin auf 63 Prozent der Stimmen. Damit kehrt Putin in den Kreml zurück, wo er bereits von 2000 bis 2008 amtierte FAZ

„Wir haben alle geschlagen, die Russland zerstört sehen wollen“
Wladimir Putin gewinnt die Präsidentenwahl in der ersten Runde und kehrt in den Kreml zurück. Bei der Siegesfeier präsentiert er sich ganz als der Alte und greift die Opposition an. Doch die wird er so schnell nicht los. Handelsblatt

Wenn ein Sieg kein Sieg ist.
Putin ist Russlands neuer Präsident. Aber was ist das für ein Erfolg, der von weit mehr als 2000 Beschwerden begleitet ist, von Zweifeln und Protesten? Seinen Anspruch, allseits bewunderter Anführer der Nation zu sein, hat Putin verwirkt. Schon am Wahltag zeigte sich die wachsende Unversöhnlichkeit zwischen dem Staat und dessen Kritikern. Süddeutsche Zeitung

Die falsche Mehrheit.
Im Wahlkampf hat der künftige Kreml-Herr ganz auf seine klassische Klientel gesetzt: die mehr als 60 Millionen Russen, die von Staatsgeldern abhängen. Junge, gut-ausgebildete Großstädter aber, die er zur Modernisierung der Wirtschaft braucht, hat er verprellt Spiegel

Putin gönnt sich Präsidentschaft. Der russische Regierungschef erreicht bei den Präsidentschaftswahlen die absolute Mehrheit – und zieht damit für mindestens sechs Jahre in den Kreml ein. Die Opposition spricht von Wahlfälschung und kündigt Massenproteste an. Financial Times Deutschland

Wladimir Putins trügerischer Sieg. Die Russen schicken Wladimir Putin zurück in den Kreml. In den nächsten sechs Jahren wird er nachweisen müssen, dass er sein Land voran bringen kann. Die Zweifel daran sind größer denn je Wirtschaftswoche

Putin, neue alte Nr. 1 eines veränderten Russlands. Wladimir Putin wird wieder Präsident Russlands. So paradox es klingen mag: Diese Wahl kann den Anfang vom Ende des Systems Putin markieren. Die Welt

Mit einer Tränenshow an die Macht Bild

Der Sieger: ein Verlierer. Wladimir Putin hat die Wahl wie erwartet gewonnen. Aber die Rechtmäßigkeit dieses Sieges ist fadenscheinig. WAZ

Russisch Karussell. So genau haben es die Russen mit einer Wahl noch nie genommen. Ein Heer von Freiwilligen beobachtet die Stimmabgabe. Doch es bleiben immer noch Möglichkeiten zur Manipulation: zum Beispiel „Karussell fahren“. Süddeutsche Zeitung

Schummeln, schmieren, schikanieren. Korruption und Bürokratie bremsen die russische Wirtschaft aus – und schaden den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen. Vor der heutigen Wahl hat Putin Reformen versprochen. Doch deutsche Unternehmer in Russland sind wenig optimistisch, dass sich in absehbarer Zeit etwas ändern wird manager magazin

Call back yesterday. Twelve years after his first election, Vladimir Putin is becoming president of Russia again. The country is a lot harder to control now Economist

Koalition

Union und FDP wollen Handlungsfähigkeit beweisen. Beim ersten Koalitionsausschuss dieses Jahres wollen Union und FDP zeigen, dass sie kooperieren können. Der Streit um die Wulff-Nachfolge soll vergessen gemacht werden. Die Zeit

Krisenrunde am Wochenende Koalition des Misstrauens. Union und FDP wollen bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt versuchen, die tiefen Gräben im Regierungsbündnis wieder zuzuschütten. Doch insgeheim herrscht Ernüchterung: Nach zwei Jahren sei das Misstrauen so groß, dass man nur noch notgedrungen zusammenarbeite, heißt es aus Koalitionskreisen. Süddeutsche Zeitung

Koalition verständigt sich auf zahlreiche Reformprojekte. Die Stiftung Warentest soll nach dem Willen der schwarz-gelben Koalition künftig im Auftrag des Staates Finanzprodukte prüfen und bewerten. Auf diese und eine Reihe weiterer Reformen einigte sich die Koalition bei ihrem Spitzentreffen. FAZ

Merkels Anti-Hollande-Kurs irritiert Westerwelle. Sarkozy wird unterstützt, sein Konkurrent boykottiert: Dass Kanzlerin Merkel ein europäisches Bündnis gegen Frankreichs Sozialisten Hollande geschmiedet haben soll, sorgt für Ärger in der Bundesregierung. Außenminister Westerwelle ist irritiert. Er fürchtet um die Beziehungen zu Paris. Spiegel

Anonyme Geburten

Politiker rufen nach Abschaffung der Babyklappen. Der Verbleib von etwa 200 anonym geborenen oder in einer Babyklappe abgelegten Kinder ist ungeklärt. Politiker plädieren nun für deren Abschaffung. Die Welt

Wirbel um Babyklappen. Was wird aus Kindern, die anonym geboren werden? Viele Einrichtungen können dazu kaum Angaben machen. In der Politik stößt das auf Unverständnis. Die stellvertretende Chefin der Unionsfraktion im Bundestag, Ingrid Fischbach, fordert nun ein Ende der Babyklappen. Süddeutsche Zeitung

Babyklappen im Land 52 Mal genutzt SÜDWEST PRESSE

Können Babyklappen Leben retten? Baseler Zeitung

Zwei Seiten der Anonymität. Mit Erschrecken und Abscheu reagieren die meisten Menschen, wenn sie Nachrichten lesen, dass wieder einmal ein Baby aus dem Fenster geworfen, erstickt oder totgeschlagen wurde. Es sind grauenhafte Fälle, die vor allem eine Ursache haben: Die Eltern sind mit der Versorgung ihrer Kinder überfordert. Märkische Allgemeine

Schuldenkrise

Merkel-Regierung zu größerem Rettungsschirm bereit. Bislang hat sich Deutschland gegen eine Aufstockung des Rettungsschirms gesperrt. Doch nun signalisiert Berlin, dass 200 Milliarden mehr machbar sind. Die Welt

Zweifel an Griechenlands Schuldentragfähigkeit.
Das zweite Rettungspaket sichert die Finanzierung des griechischen Staats bis Anfang 2015. Doch was kommt dann? Ein drittes Hilfspaket von etwa 50 Milliarden Euro könnte notwendig werden, heißt es im Umfeld der „Troika“. FAZ

Fiskalpakt kratzt am Grundgesetz. Für Europa ist die Unterzeichnung des Fiskalpakts ein historischer Schritt – für das deutsche Grundgesetz könnte es einer zuviel sein, denn der Vertrag greift in die Haushaltsautonomie des Bundestages ein. Um eine Volksabstimmung zu verhindern, braucht Angela Merkel eine Zweidrittel-Mehrheit. Süddeutsche Zeitung

Griechenland braucht Fachkräfte aus dem Norden.
Finanzhilfen ohne institutionelle Hilfe können kontraproduktiv wirken. Deshalb muss die EU Experten nach Athen schicken, um tragfähige staatliche Strukturen aufzubauen. Die Welt

EZB-Schattenrat kritisiert Weidmanns Vorstoß. Prominente europäische Volkswirte betrachten die Debatte über eine Absicherung von Forderungen zwischen den Notenbanken mit großer Sorge. Bundesbankpräsident Jens Weidmann hatte die Diskussion angestoßen. Handelsblatt

Und wer fragt eigentlich das deutsche Volk? Wenn wir zur Überwindung der Krise mehr Europa brauchen, dann brauchen wir auch mehr Demokratie in Europa. Die Legitimation sollte Merkel suchen – und könnte sie wohl finden Die Welt

Der Dickschädel unter den Wirtschaftsprofessoren. Er ist der ökonomische Stichwortgeber der Nation. Hartnäckig kämpft er für seine Überzeugung: So lange, bis jeder weiß, was Target 2 heißt FAZ

Wie man’s gerade braucht. Gewinn oder Verlust? Der Fall Commerzbank befeuert die Kritik an den international gültigen Bilanzierungsmethoden. Die Zeit

Warum die EZB-Geldflut keine Inflation auslösen wird. Mehr als eine Billion Euro hat die EZB den Banken geliehen. Ist das Anlass zur Sorge? Der Berater des EZB-Chefs, Christian Thimann, nimmt Stellung. Die Welt

Nahost

Obamas Gewaltversprechen an Israel. Vor Amerikas Juden bekennt sich Barack Obama dazu, eine iranische Atombombe notfalls militärisch zu verhindern. Aber noch nicht jetzt Die Zeit

Obamas „rote Linie“ vor dem Krieg gegen den Iran. Vor dem Treffen zwischen dem US-Präsidenten und Israels Regierungschef Netanjahu nimmt Obama „keine Option vom Tisch“. Auch nicht die einer Militäraktion Die Welt

Alle werden sich Iran vorknöpfen. Sie mögen sich nicht, trauen sich nicht, sind sich uneins – und entscheiden über einen Krieg mit Iran. Martin Klingst über das brisante Treffen zwischen Obama und Netanjahu. Die Zeit

In die Ecke gedrängt. Staatspräsident Mahmud Ahmadineschad ist der große Verlierer der iranischen Parlamentswahl. Er wird sich und seine Politik vor dem neuen Parlament verteidigen müssen. FAZ

Fehlinterpretationen könnten zum Krieg führen. Wenn Israel, die USA und Iran rational handeln, wird es keinen Krieg geben. Doch alle Seiten wissen wenig übereinander. Das ist gefährlich Die Zeit

Ali Laridschani – Der intellektuelle Hardliner. Bei den Parlamentswahlen im Iran hat er einen Überraschungssieg erzielt. Damit ist der 53-Jährige der aussichtsreichste Nachfolger von Präsident Ahmadinedschad Financial Times Deutschland

Laridschani auf Kurs. Ali Laridschani ist nach der Parlamentswahl der große Favorit für die iranische Präsidentenwahl 2013. Präsident Ahmadineschad wurde regelrecht demontiert. Anders als Ahmadineschad ist Laridschani ein kluger strategischer Intellektueller. FAZ

Du sollst keine Atombombe neben meiner haben. Die Geschichte der „Operation Opera“ wird in Israel gerne als Heldensaga erzählt, die Welt reagierte entsetzt, als das Land 1981 eine irakische Nuklearanlage zerbombte. Auch heute steht Israel gegen den Rest der Welt und zeigt sich ungerührt von sämtlichen Schreckensszenarien. Iran fürchtet einen Angriff Israels – seit vielen Jahren führt der jüdische Staat einen unerklärten Krieg, um seine Feinde am Bau der Atombombe zu hindern. Süddeutsche Zeitung

It’s just a matter of time before U.S. tires of Israel Haaretz

Obama to Iran and Israel: ‚As President of the United States, I Don’t Bluff‘ Dismissing a strategy of „containment,“ the president tells me it’s „unacceptable“ for the Islamic Republic to have a nuclear weapon. The Atlantic

US-Vorwahlen

Gesucht: die Story zum Sieg. Schadenfreude mischt sich mit Optimismus: Während die Bewerber der US-Republikaner einander gegenseitig niedermachen und nach rechts abdriften, arbeiten die Demokraten an der Strategie für die Wiederwahl von Präsident Obama. Dass die Stimmung im „swing state“ Ohio steigt, liegt nicht nur daran, dass die Wirtschaft wieder wächst. Süddeutsche Zeitung

Wie Romney zum „Rombo“ wurde. Kaum ein US-Wahlkampf war von so viel Schmutz und Intrige geprägt wie der aktuelle. Mit Enthüllungen über den Gegenkandidaten versuchen die Aspiranten, Stimmen zu gewinnen – und nehmen damit eigenen Schaden in Kauf. Handelsblatt

Bigamisten, Sodomiten und Zuhälter ins Weiße Haus. Die USA stehen vor dem „Super Tuesday“, der Wahlkampf wird rauer. Doch das ist nichts gegen die früheren Schlammschlachten, die seit den Gründervätern abliefen. Die Welt

Warum Ron Paul die amerikanische Jugend begeistert. Außenseiter mit radikalen Plänen: Als US-Präsident möchte Ron Paul die Notenbank abschaffen, Drogen legalisieren und alle Soldaten zurückholen. Mit beißendem Spott zweifelt er die Steuerpläne seiner republikanischen Konkurrenten an und kritisiert deren Kriegsrhetorik. Für viele junge Amerikaner ist Paul der einzige glaubwürdige Kandidat, für den sie bereit sind, Zeit und Geld investieren. Süddeutsche Zeitung

GOP’s vagina monologue. Did Republicans forget the women’s vote? Washington Post

… one more thing!!!

Die Logik des Immer Mehr. Vor 40 Jahren präsentierte der „Club of Rome“ seine Studie über das Ende des Wachstums. Das Buch hat die Welt verschreckt. Und die grüne Bewegung angeschoben. Heute sind wir optimistischer: Wohlstand macht doch glücklich. FAZ

Leitartikel

Das Halblügengespinst Beate Klarsfeld hat von 1966 bis 1989 bei der Aufdeckung von NS-Biografien mit der Stasi kooperiert – angeblich ohne zu wissen, mit wem sie da redete. Das klingt bestenfalls naiv. Aber eigentlich war es infam Die Welt

Putins letzter Sieg. Die Mittelklasse hat mit Putin gebrochen, weil er der politischen Weiterentwicklung, die Russland braucht, um seine Wirtschaft auf viele Füße stellen zu können, im Wege steht Frankfurter Rundschau

Keim der Hoffnung in Russland. Auf den ersten Blick ist in Russland alles wie immer. Doch bei aller Enttäuschung über den politischen Stillstand und manipulierte Wahlen: Es gibt auch Zeichen des Aufbruchs. Financial Times Deutschland

Zar oder Bürger-Präsident?
Putins Slogan lautet: „Großes Land – starker Führer!“ Doch wer den Bürgern bei den Wahlen nicht vertraut, zeigt, wie schwach er ist. Noch fehlt Putin offensichtlich der Mut zu einer wirklich freien Wahl. BILD

Das Regime bleibt. Die herrschende Klasse in Iran hat sich in einer „Wahl“ bestätigen lassen. Der Westen aber hofft und hofft. FAZ

Leicht durchschaubar, der kommunalen Finanzausgleich. Söder dreht den Geldhahn zu und Seehofer lockt mit Konzertsaal. AZ München

Betonierende Deutsche. Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat die Welt erschüttert – und Deutschland verändert: Folgen der radikalen Energiewende. Wirtschaftswoche

Krieg um die Bombe Titelgeschichte Spiegel (Print)

So werden Sie glücklicher im Job. Wie Sie sich selbst motivieren und neue Ziele setzen. 9 Wege aus der Frust-Falle Titelgeschichte Focus (Print)

Jeremy Lin und die politische Ökonomie von Superstars, schreibt Kenneth Rogoff bei project syndicate

Zynga has less to fear from mobile than Facebook Breaking Views

Britain needs to shape an industrial strategy. The need to address the sharpest decline in manufacturing of any advanced economy over the past 30 years grows in urgency by the day Guardian

The Man Vladimir Putin Fears Most. Alexei Navalny, the rising star of Russia’s opposition, on his political strategy and why the latest czar is ‚trapped‘ by power. Wall Street Journal

Challenging the Self-Made Myth. No one who has succeeded in America actually did it on his or her own. The Nation

Testing ground for a US president. The next US primary vote is in a state more representative of the broader American economy than any faced so far. If Mitt Romney fails to convince voters in Ohio, it’s unlikely he’ll become president. Business Spectator

Obama, Netanyahu can’t afford fight. The last thing they need is to highlight disagreements for the world to see. politico

Plan B for stopping Obama Washington Post

Take the Subway.
How can we keep growing without consuming more resources? New York Times

God and Caesar in America. Why Mixing Religion and Politics Is Bad for Both Foreign Affairs