FDP, Linke, Libyen & Obama

Westerwelles Erben trauen sich nicht aus dem Dunkel. Westerwelles Nachfolger steht längst fest – nur nennen will ihn bei den Liberalen niemand. Um einen „politischen Weichspüler“ soll es sich aber nicht handeln. Die Welt

FDP-Krise überfordert Guidos Erben. Westerwelles Abgang droht zum Rohrkrepierer für die neue FDP zu werden: Statt sich zu einem klaren Schnitt durchzuringen und Westerwelle auch aus dem Kabinett zu drängen, lavieren die jungen Wilden herum. Handelsblatt

Demontieren bis der Arzt kommt. Die Liberalen planen den Radikalumbau. Das Problem: Ein attraktives Ministerium für Philipp Rösler erfordert Killer-Instinkt. Wirtschaftswoche

Wir werden ruhig schlafen. Die Entscheidung um die Nachfolge von FDP-Parteichef Westerwelle zieht sich hin. Es geht nicht nur um die Nummer Eins. Auch auf den Positionen dahinter will sich die neu aufgestellte Partei wieder finden. Kölner Stadt-Anzeiger

Der talentierte Herr Rösler. FDP-Chef Westerwelle tritt ab. Außenminister will er bleiben. Mal sehen, wann die Wirklichkeit diesen Wunsch überholt. Nun soll wohl Philipp Rösler Parteichef werden. So einen hat man gern im Elternbeirat oder in der „Projektgruppe digitaler Workflow“. Aber die Krise der Liberalen hat ein derartiges Ausmaß, dass halbherzige Personalveränderungen nicht ausreichen. Süddeutsche Zeitung

So tickt Rösler: Waisenjunge, Segelflieger, Sex-Symbol Bild

Röslers Bedingungen, Lindners Ambitionen. Gesundheitsminister Rösler ist bereit, FDP-Chef zu werden. Doch seine Forderungen haben es in sich. Der Kampf um Posten ist noch lange nicht entschieden. Die Zeit

Philipp Rösler, Liberales Wunderkind. Sein persönliches Ziel, mit 45 aus der Politik auszusteigen, kommt Philipp Rösler mit dem Sprung an die Parteispitze näher. Allerdings wäre es machtpolitisch fatal, wenn er als FDP-Vorsitzender zugleich das Gesundheitsministerium weiterführen müsste. FAZ

Rücktritt, der dritte? Westerwelle gibt auch das Amt des Vize-Kanzler ab. Am Dienstag entscheidet sich, ob er Außenminister bleibt. AZ München

Die Boygroup der Liberalen. Nach dem Abgang von Guido Westerwelle als FDP-Parteichef dreht die Boygroup der Thirtysomethings auf: Christian Lindner, Philipp Rösler, Daniel Bahr. Was sind das für Typen? Stern

Bauernopfer Westerwelle. Die Liberalen glauben, wenn ihr Guido als Parteichef abtritt, kommt die Welt wieder in Ordnung. Ein Irrglaube. Denn die FDP muss sich grundlegend neu aufstellen. Financial Times Deutschland

Großer Parteichef, miserabler Minister. Er war der erfolgreichste deutsche Politiker der vergangenen zehn Jahre. Nun ist er beispiellos gescheitert. Nicht zuletzt an sich selbst Die Zeit

Die FDP muss wieder eine Klientelpartei werden. Die Liberalen haben verloren, weil sie ihre Ideen verraten und ihr Fähnchen in den Mehrheitswind gehängt haben. Sie sollten von den Grünen lernen. Die Welt

Die wahre Krise der FDP. Kurskorrektur, Neuausrichtung, Erneuerung – mit diesen Worthülsen traktiert die am Abgrund stehende FDP nun schon seit Wochen das ermüdete politische Publikum, findet Kommentator Dirk Hautkapp. WAZ

Die CDU fürchtet die Zeit nach Westerwelle. Die Union blickt gebannt auf die FDP-Personaldebatte. Denn was die Liberalen entscheiden, wird die schwarz-gelbe Regierungsarbeit der nächsten Jahre prägen. Die Zeit

Ringen ja, Ringtausch nein. Die FDP steckt nach dem angekündigten Teil-Rückzug Westerwelles in einem Dilemma, aus dem sie die Kanzlerin mit einer größeren Kabinettsumbildung befreien könnte. Gegenwärtig gibt es dafür keine Signale. FAZ

Das Amt mag keine Verlierer. Durch Wikileaks-Enthüllungen bloßgestellt, in der Libyen-Krise isoliert, jetzt auch noch vom Parteivorsitz verjagt: Im Außenministerium fragen sich viele, ob Guido Westerwelle noch genug Autorität hat, um Deutschland im Ausland gut zu vertreten. Süddeutsche Zeitung

Hohn des Danks. Guido Westerwelle wurde von der FDP die Möglichkeit gegeben zu tun, was er nicht lassen durfte. Es galt, ihm die Gesichtswahrung zu ermöglichen. Es heißt, der Parteichef auf Abruf habe „die uneingeschränkte Solidarität“ das Außenamt zu behalten. FAZ

Parteienlandschaft

Grün-Klone in der Bundesregierung. Der Politik-Schwenk nach den Landtagswahlen kostet FDP-Parteichef Westerwelle das Amt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung verabschiedet sich endgültig von der Koalitionsagenda, Dirigismus und populistische Ad-hoc-Maßnahmen dominieren. Wirtschaftswoche

Grün statt Gelb. Die Ökopartei verfügt über die besseren Ideen und das bessere Personal. Die CDU sollte schnell den Partner wechseln. Frankfurter Rundschau

Linke

Gysi drängt Lafontaine zurück an die Macht. Klaus Ernst und Gesine Lötzsch haben als Doppelspitze enttäuscht – kehrt jetzt Lafontaine zurück? Nach den Wahlpleiten brodelt es in der Linkspartei. Die Welt

Führung gesucht. Dass einer wie Oskar Lafontaine sich in der Provinz gähnend langweilt, darf man ungefragt voraussetzen. Nicht jedoch, dass er deswegen gleich wieder Putschpläne hegt Frankfurter Rundschau

Krieg in Libyen

Gaddafi sucht nach einem diplomatischen Ausweg. Gaddafis Söhne erwägen anscheinend, ihren Vater zu entmachten. Es wird berichtet, der Diktator fühle sich immer mehr isoliert. Gespräche in Athen und Ankara sollen eine Basis für einen Waffenstillstand und das Ende der Gewalt gegen Zivilisten bringen. FAZ

Diplomatischer Notausgang. Das libysche Regime sucht offenbar nach einer Zuflucht für die Gaddafi-Familie. Die Rebellen haben klargemacht, dass sie für den Dikator und seine Söhne keine Zukunft im Land sehen. Süddeutsche Zeitung

Gaddafis Manöver. Gaddafis Versuch, über Verhandlungen sein Gesicht zu retten, ist zum Scheitern verurteilt. Schließlich ist die Gegenregierung im Aufwind: Ein französischer Diplomat wurde bereits in Benghasi akkreditiert, Qatar hat die Übergangsregierung anerkannt. FAZ

Störfall Gaddafi. Die Chance, dass Gaddafi aufgibt, ist vorbei taz

Warum Merkels Libyen-Strategie aufgehen könnte. Deutschland hat sich bei der Uno-Resolution enthalten – und dafür viel Kritik einstecken müssen. Die Ereignisse in Libyen allerdings bestätigen die Regierung in ihrer passiven Außenpolitik. Die Luftangriffe verpuffen. Handelsblatt

Obama’s Wahlkampf-Beginn

Obama will’s nochmal wissen. Der US-Präsident hat ungewöhnlich früh mit dem Wahlkampf für seine Wiederwahl begonnen. Schließlich will er eine Milliarde Dollar Spenden eintreiben. Die Zeit

Die Schwäche der Republikaner ist Obamas Chance. Barack Obama hat seine Kandidatur für die nächste Präsidentschaftswahl angekündigt. Die republikanischen Gegner sind schlecht aufgestellt. Die Welt

Uneingelöste Versprechen. Nach drei Jahren US-Präsident Obama lässt sich feststellen: Er ist heute genau so ein Mitglied des Washingtoner Politiksystems wie jeder andere Präsident vor ihm es auch war. Warum also noch einmal vier Jahre? Frankfurter Rundschau

Obamas cleverer Schachzug. Der US-Präsident kündigt überraschend schon jetzt seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit an. Das bringt ihm Vorteile gegenüber den Republikanern. Bei der politischen Konkurrenz will niemand als Erster aus der Deckung gehen. Bleibt es so, ist es eine Steilvorlage für Obama Financial Times Deutschland

Barack Obama 2012 Campaign Launch Video – „It Begins With Us“

Hope and Continuity. What Obama’s re-election kickoff says about the campaign he’ll run. Slate

Obama reelection team looks familiar Washington Post

Obama Begins Re-Election Facing New Political Challenges New York Times

Obama’s 2012 tripwires Guardian

The G.O.P.’s Empty Stage. The party’s biggest names are mainly competing to offer excuses for why they aren’t running in 2012. New York Times

… one more thing!!!

Stirbt in Zukunft nur der Osten fürs Vaterland? Die regionale Zusammensetzung der Bundeswehr ist kein „Spiegel der Gesellschaft“, sondern des wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Ost-West-Gefälles. Die Welt

Leitartikel

Die Ära Westerwelle muss beendet werden. Guido Westerwelle wird als starker Vorsitzender in die Geschichte der FDP eingehen. Seinen führungsschwachen Vorgängern Wolfgang Gerhardt und Klaus Kinkel ist es nicht gelungen, der Partei ihren Stempel aufzudrücken FAZ (Print)

Nirgendwo Liberale. Die FDP hat sich weit entfernt von den Positionen ihrer Gründerjahre. Unter Guido Westerwelle ist sie zur Ich-AG verkommen. Und niemand ist da, der an die gute Tradition anknüpfen könnte. Frankfurter Rundschau

Nur Verlierer, der Machtkampf in der FDP. AZ München

The Gas Dilemma. Natural gas from shale rock promises to provide cleaner, abundant energy for the U.S. and the world. But there’s a catch. It could come with significant environmental and social costs. Can the energy industry be trusted to deliver the goods so that everyone benefits? (Cover Story) Time

Citizen Kate. Here comes the smart, sexy, grocery-buying,blessedly normal commoner who could save William—and the royal family. Newsweek

President Obama: Black and more so. By checking ‚black‘ as his race on the census form, President Obama is at odds with clear demographic trends toward multiracial pride. The number of Americans identifying as both white and black jumped 134% in 10 years. Los Angeles Times

Congress could let recovery crumble. Capitol Hill threatening to drag private sector back down Financial Times

Top 5 reasons we keep fighting all these wars Foreign Policy

Beyond the EU Policy Makers‘ Dream Wall Street Journal

Murder on the EU Express. With the monetary union coming apart, the finger-pointing has begun. Who really killed Europe? Newsweek

The Truth, Still Inconvenient. The climate deniers can’t handle it when one of their own goes off script New York Times