Obama, Sachsen-Anhalt, Ramelow, Österreich, Deutsche Bank & Tschernobyl

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Obama

Obama sorgt sich um Europa Brexit, Rechtspopulismus, Flüchtlings- und Ukraine-Krise: Bröckelt der „alte“ Kontinent Europa? Bei seinem Besuch in Hannover bekommt US-Präsident Barack Obama allerlei technische Innovationen vorgeführt, interessiert sich aber vielmehr für Politik. Frankfurter Rundschau

Europa kann sich bei Barack Obama bedanken Mit einem eindringlichen Appell zu europäischer Geschlossenheit beendete der US-Präsident den Besuch in Hannover. Europa sollte dem folgen und endlich erwachsen werden – statt neue Zäune zu errichten. Die Welt

Barack Obama gibt den Europäer Barack Obama setzt Optimismus und Zuspruch gegen die Angst. Er redet dabei über Europa, meint aber auch etwas anders. Tagesspiegel

Baut keinen Mist Barack Obama ist ein flügellahmer Präsident. Viel können wir von ihm nicht mehr erwarten. Aber seine Einsichten sollten weiterwirken. Auch in Europa. Zeit

Erste Adresse Berlin Sie schätzen sich, sie brauchen sich, sie schmieden ihre Bündnisse. Angela Merkel und Barack Obama sind in sieben Jahren ihrer Zusammenarbeit keine persönlichen Freunde geworden, aber doch Partner, die wissen, dass sie sich auf das Wort des jeweils anderen verlassen können. Bonner General-Anzeiger

Ein neuer Merkel-Fan Zum Abschied hat Barack Obama nur lobende Worte für die Bundeskanzlerin. Dahinter steckt auch eine große Portion Eigeninteresse. taz

Obamas Anti-Angst-Rede IS-Terror, Flüchtlinge, Gleichheit, Einheit. US-Präsident Obama hält in Hannover eine große Rede und erinnert die Europäer daran, woher sie kommen. Süddeutsche Zeitung

Sachsen-Anhalt

Endlich Pole schmelzen Im zweiten Wahlgang wird Reiner Haseloff als Ministerpräsident wiedergewählt. Nun geht es um viel mehr als nur ums Regieren. Süddeutsche Zeitung

Der Anti-Charismatiker muss über sich hinauswachsen Reiner Haseloffs Koalition ist etwas ganz Neues – und muss dennoch über sich hinauswachsen. Tagesspiegel

Im Zangengriff zwischen AfD und Grünen Die Stolperwahl von Reiner Haseloff zum Ministerpräsidenten zeigt: Hier sind sehr gegensätzliche Partner am Werk. Und Anbiedern an die AfD bringt nichts. Zeit

Bodo Ramelow

Ramelows Ärger mit der Antifa Der thüringische Ministerpräsident gerät mit linken Antifa-Demonstranten aneinander. Er ist nicht der erste Politiker, der es mit linken Gegnern zu tun bekommt – und die Menschen mögen es durchaus, wenn ihre staatstragenden Repräsentanten einmal aus der Haut fahren. Frankfurter Rundschau

„Ein typischer Bodo“ „Es kotzt mich an, wie arrogant ihr seid“: Bodo Ramelow hat die Antifa öffentlich beleidigt. Das Verhältnis des Regierungschefs zu linken Gruppen ist kompliziert. Zeit

Mohring: Ramelow ausfällig und unbeherrscht Die Menschen in Thüringen müssten erwarten können, dass ihr Ministerpräsident „nicht ausfällig“ werde, sagte der Vorsitzende der Thüringer CDU, Mike Mohring. Thüringer Allgemeine

Bodo Ramelow „pöbelt“ gegen Antifa-Demo in Bornhagen Als eine Gruppe von Antifa-Aktivisten eine Preisverleihung stört, wird Thüringens Ministerpräsident Ramelow deutlich. Süddeutsche Zeitung

Österreich

Die selbstzufriedene Klüngelei muss ein Ende haben Der Erfolg des Rechtspopulisten Norbert Hofer im ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl in Österreich zeigt, wie innenpolitische Verwerfungen Europa als Ganzes unterminieren. Tagesspiegel

Keiner will vom „Rechtsruck“ sprechen Auch nach dem Desaster des ersten Wahlgangs sträubt sich das politische Österreich gegen eine klare Positionierung. Der Kurs, der in den Abgrund geführt hat, wirkt über den Wahltag hinaus – und weit hinaus über die Politik in den politischen Journalismus. Frankfurter Rundschau

Menetekel In Österreich ist eingetreten, was sich bisher niemand hat vorstellen können. Bonner General-Anzeiger

FPÖ-Triumph macht Merkel sehr einsam in Europa In Polen, Ungarn, Dänemark und der Schweiz stellen Rechtspopulisten bereits die größte Regierungspartei. Nun reüssiert die FPÖ in Österreich. Der deutsche Sonderweg in der Flüchtlingskrise wird hart. Die Welt

Europas müde Volksparteien Österreich ist kein Einzelfall. Überall in Europa leiden die Volksparteien. Das ist nicht unbedingt ein Problem der Demokratie. NZZ

Woher die Stimmen für die Rechtspopulisten kommen Mit dem Slogan „Österreich zuerst“ siegte FPÖ-Mann Norbert Hofer in der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl. Wer ihn gewählt hat – und warum. Süddeutsche Zeitung

Die Gegenöffentlichkeit der FPÖ Die rechtspopulistische Partei hat in der ersten Runde der österreichischen Bundespräsidentenwahl einen fulminanten Sieg errungen. Längst hat die ehemalige Haider-Partei ihre eigenen Medien aufgebaut. Handelsblatt

Die Jugend denkt rechts FPÖ in Österreich, AfD in Deutschland, Front National in Frankreich: Rechtspopulisten in ganz Europa sind im Aufwind. Mit ihren Themen punkten sie auch bei den Jüngeren. Frankfurter Rundschau

Der Mann mit der Glock Freundliches Lächeln, radikale Überzeugungen – das ist Norbert Hofers Geheimnis. Der FPÖ-Politiker hat tatsächlich gute Chancen, Bundespräsident Österreichs zu werden. Zeit

Der nette Rechte Verbindlich im Ton, hart in der Sache, immer mit dem schuldigen Respekt auch vor dem Gegner: Norbert Hofer arbeitet hart an seinem Image des netten Rechten. Nur wenn die Lippe sich kräuselt, fällt die Maske und zeigt einen Mann, dem das Leben vieles schuldet. Frankfurter Rundschau

Deutsche Bank

Justiz kann Deutschbänkern nichts anhaben – zu Recht Mit Freisprüchen für fünf ihrer prominentesten Manager endet für die Deutsche Bank ein wichtiges Kapitel im Streit über die Pleite der Kirch-Mediengruppe. Warum aber scheiterte die Justiz? Die Welt

Freispruch erster Klasse Ein Strafprozess gegen fünf Deutsch-Banker, der ein Jahr lang gedauert hat. Am Ende stand ein Freispruch. Kein Wunder, denn in der Wahrheitsfindung ist die Staatsanwaltschaft nie vorangekommen. FAZ

Ein Ausdruck der Demokratie Die Staatsanwaltschaft hatte Co-Chef Jürgen Fitschen wie auch anderen Managern der Deutschen Bank Prozessbetrug vorgeworfen. Ihr Freispruch ist ein Ausdruck der Demokratie. Tagesspiegel

30 Jahre Tschernobyl

Aufräumen in der Hölle von Tschernobyl 30 Jahre nach der Katastrophe schlummern in Reaktor 4 noch immer enorme Mengen radioaktiven Materials – und 3000 Arbeiter kommen täglich auf das Gelände. Süddeutsche Zeitung

Die wirtschaftliche Kernschmelze der Atomkraft Dreissig Jahre nach Tschernobyl steht den Betreibern von Atomkraftwerken eine weitere Kernschmelze bevor. Diesmal ist sie finanzieller Art. NZZ

Die Wolke Bei Regen nicht raus, H-Milch horten, Sandkisten abdecken: Angst herrscht 1986, weit weg von der Katastrophe in Tschernobyl. Tage im Schatten einer radioaktiven Wolke. Zeit

„Man riecht es nicht, man schmeckt es nicht“ Vor 30 Jahren lag die Zukunft glänzend vor Sergii Samotschernych: Der junge Ukrainer sollte als Ingenieur im Kernkraftwerk Tschernobyl anfangen. Dann kam die Reaktorkatastrophe. Von einem, der sich freiwillig für einen Job in der Hölle meldete – und überlebte. Rheinische Post

„Das Böse ist total geworden“ Die weißrussische Nobelpreisträgerin und die Vorsitzende der EU-Grünen reden über den GAU, Merkel und den Umgang mit der Flüchtlingssituation. taz

…one more thing!

Wenn Reformen das Öl ersetzen Privatisierungen, neue Steuern und ein Billionen-Staatsfonds – das Königreich Saudi-Arabien meint es ernst mit seinem radikalen Umbau. Bei der „Vision 2030“ gibt es auch Chancen für Deutschland. Handelsblatt

Leitartikel

CSU schweigt zu Österreich-Wahl CDU und SPD sehen im Wahldebakel des österreichischen Nachbarn die Quittung für Bayerns Politik. Immerhin hatte die Regierung all das gemacht, was die CSU von Österreich verlangt hatte. Frankfurter Rundschau

Was tun gegen den Absturz? Die Alarmsirenen schrillen und unsere Politiker hören weg…! Bei unseren Nachbarn wird voraussichtlich ein Rechtspopulist Bundespräsident Bild

Für alle oder gar nicht mehr Haseloffs Scheitern im ersten Wahlgang belegt, wie viel Vertrauen die etablierten Parteien verloren haben. Wenn sie die Achtung der Wähler wiedergewinnen wollen, müssen sie deren Ängste endlich ernst nehmen. FAZ

Obama entpuppt sich als gläubiger Europäer Nie hat ein US-Präsident Europa so eindringlich zur Einheit aufgerufen wie Obama in Hannover. Dass selbst er Angst bekommt, zeigt, wie schlimm es um den Kontinent bestellt ist. Süddeutsche Zeitung

Warum Sanktionen gegen Russland nicht funktionieren Putin durch Sanktionen unter Druck zu setzen folgt einem Trugschluss. Seine Machtbasis ist größer als vermutet. Zudem stärkt die Politik des Westens den russischen Zusammenhalt. Ein Gastkommentar. Die Welt

Alleinerziehende werden zur Kasse gebeten Hartz IV als Nackenschlag: Getrennt lebenden Müttern soll für die Vater-Tage ihrer Kinder Geld abgezogen werden. Das sehen die Reformpläne aus dem Haus von SPD-Bundessozialministerin Andreas Nahles vor. Die Idee ist absurd und lebensfern. Tagesspiegel

The 8 A.M. Call Some understanding of economic reality would be an asset to a presidential candidate, but only one of the three main contenders appears to possess it. New York Times

Obama and the end of the Anglosphere The crucial point is that he is America’s first Pacific president Financial Times

Sanders calls Clinton’s fundraising ‚obscene,‘ but it’s more nuanced — influence isn’t corruption Los Angeles Times

Billy Bragg: Boris and the ‘Brexiters’ Are Clinging To Imperial Dreams The folk memory of our past imperial status hampers Britain’s ability to deal with the world now. Newsweek

Zika Fears Cause American Olympians to Scramble Ground zero for the mosquito-borne disease has been in Brazil, site of the 2016 Summer Olympics Time

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