Bundestagswahl, Rechtsextremismus, USA & Gamescom

0

Bundestagswahl

Und ab jetzt wieder Frontalunterricht Martin Schulz eröffnet in Bremen den Straßenwahlkampf. Die Umfragewerte sind noch immer schlecht, eine neue Botschaft hat er nicht. Nur den Ton verschärft er. FAZ

Danke, SPD! Dass sich die Sozialdemokraten, obwohl viele Deutsch-Türken sie wählen, so vehement gegen Erdogan stellen, lässt an Deutlichkeit nichts vermissen. Von diesem Selbstbewusstsein braucht die Partei mehr. Die Welt

Keine Inhalte für Jugendliche Im Bundestagswahlkampf 2017 bemühen sich Parteien und Medien um die Jungwähler. Schön wäre es nur, wenn sie ihnen tatsächlich etwas anzubieten hätten. Tagesspiegel

„Verbreitung von Fake News nimmt definitiv zu“ Der Kampf um Wählerstimmen findet längst in sozialen Netzwerken statt. Doch lauern dort auch Gefahren. Experten warnen: Das Risiko für Parteien und Politiker, im Wahlkampf Opfer von Falschnachrichten zu werden, wächst. Handelsblatt

Welchen Einfluss Erdoğan auf das Wahlverhalten der Deutschtürken hat Fast zwei Drittel der Deutschen mit türkischen Wurzeln haben bei der vergangenen Bundestagswahl für die SPD gestimmt. Gleichzeitig bewundern viele den türkischen Staatspräsidenten. In einer Hinsicht könnte sich etwas ändern. Süddeutsche Zeitung

Wirkungslose Wahlprogramme gegen steigende Mieten Die Wohnungspreise und Mieten in den Metropolen steigen und steigen. Alle Parteien haben sich dieses Themas angenommen und Lösungsvorschläge im Wahlprogamm. Bringt die Wahl etwa die Wende? Wohl kaum. Wirtschaftswoche

Irrtümer in der Flüchtlingspolitik eingestehen Zu einer ehrlichen Bilanz gehört es, Fehler zuzugegeben. In der Flüchtlingspolitik wurde manches nicht gesehen, manches sollte nicht gesehen werden. Tagesspiegel

Rechtsextremismus

Wenn sich die Normalität verschiebt Warum es wichtig ist, an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen von vor 25 Jahren zu erinnern. Und weshalb Widerspruch wichtig ist, wenn jemand sagt: Nun ist aber mal gut. Süddeutsche Zeitung

Damit Rostock-Lichtenhagen nie wieder passiert Politik, Polizei, Geheimdienste und auch die Gesellschaft dürfen nicht wegschauen, wenn die Würde von Menschen angetastet wird – das muss eine der Lehren aus dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen sein. Frankfurter Rundschau

Als der Mob tobte Durch die ausländerfeindliche Gewalt im Stadtteil Lichtenhagen erlangte Rostock vor einem Vierteljahrhundert weltweit traurige Berühmtheit. Nun will die Stadt der Schande von damals mit einem Mahnmal gedenken. Das ging schon einmal schief. FAZ

Als Merkel im Gespräch mit Rechtsradikalen scheiterte Nach den fremdenfeindlichen Exzessen in Rostock-Lichtenhagen sucht vor 25 Jahren die junge Familienministerin Merkel das Gespräch mit Skinheads – und gerät ins Schlingern. Süddeutsche Zeitung

Von Rostock-Lichtenhagen zu Freital Vor 25 Jahren brannte in Rostock eine Asylbewerberunterkunft. Die Prozesse dauerten Jahre, die Politik schränkte das Asylrecht ein. So konnte neuer Rechtsterror wachsen. Zeit

Protokoll einer Eskalation Die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen sorgten vor 25 Jahren weltweit für Entsetzen. Ein rechtsextremer Mob terrorisierte unter dem Beifall von Schaulustigen tagelang eine Anlaufstelle für Asylbewerber. Rostock sollte wenig später als Argument für eine Grundgesetzänderung dienen. Deutschlandfunk

Tote, die nicht zählen Viele Opfer rechtsextremer Gewalt tauchen nicht in offiziellen Statistiken auf. Kritiker werfen den Behörden vor, die Taten kleinzureden. Hat der Staat ein Problem damit, Rechtsextremismus beim Namen zu nennen? Süddeutsche Zeitung

USA

Trumps Strategie für Afghanistan In seiner TV-Ansprache zum künftigen Vorgehen in Afghanistan gibt sich der US-Präsident martialisch, lässt aber vieles im Vagen. Frankfurter Rundschau

Ein Ende des Afghanistan-Krieges ist nicht in Sicht Auch Donald Trump muss einsehen: Es ist viel leichter, einen Krieg zu beginnen, als ihn zu beenden. Selbst wenn er in dieser Form ein Fehler war. FAZ

Trumps Wende Entgegen früherer Ankündigungen will Donald Trump nun doch nicht den Rückzug aus Afghanistan vorantreiben. Die nächste Wende in der Amtszeit des 45. US-Präsidenten. Das bleibt nicht ohne Auswirkung auf andere Truppensteller, darunter Deutschland. Bonner General-Anzeiger

Obamas Fehler kann der wirre Trump nicht behebenDer amerikanische Präsident will die US-Truppen am Hindukusch aufstocken und die Taliban besiegen. Doch es fehlt eine politische Strategie. Denn „Nation Building“ lehnt er ab. Die Welt

Trump wählt den Weg der Vernunft In Afghanistan tritt Präsident Trump nun in die Fussstapfen seiner Vorgänger. Damit zeigt er, dass er durchaus dazu imstande ist, Fehler einzugestehen. NZZ

Trump riskiert mehr als nur den Atomdeal mit Iran Die Europäer sollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um Trump von der Kündigung des Atomabkommens abzuhalten. Doch das könnte schon im September geschehen. Süddeutsche Zeitung

Wer braucht Denkmäler für Sklavenhalter? Die Statuen für Südstaaten-Generäle in den USA verklären die Herrschaft weißer Rassisten. Wer die Denkmäler gegen Kritik verteidigt, unterstützt diese Weltsicht. Zeit

In Phoenix aus der Asche Donald Trump spricht in Arizona vor Tausenden begeisterten Anhängern. Er und sein Team sind längst im Wahlkampfmodus und sammeln Millionen für 2020. Doch die Probleme mit der eigenen Partei kann das nicht überdecken. FAZ

Trump hält eine denkwürdige Rede in Arizona – ein Tweet fasst die ganze Problematik des Abends zusammen HuffPost

A wounded Trump lashes out at Phoenix rally A week after the Charlottesville controversy, the president attacks the media, Obama and GOP senators. Politico

Gamescom

Schöne Grüße aus Neuland Jungwähler und ihre Themen waren lange eine riesige Baustelle für die Parteien. Inzwischen machen ihnen die AfD-Sympathisanten mehr Sorgen. Süddeutsche Zeitung

Menschen sehen Journalisten zu, die Merkel zusehen, die Spielern beim Spielen zusieht Die Kanzlerin auf einer Videospielmesse? Das hätte peinlich werden können, doch Angela Merkel war abgeklärt genug, alle Fettnäpfchen zu vermeiden. Wie die Gamescom wirklich ist, erfuhr sie so aber nicht. Spiegel

Politik ist auch nur ein Spiel Die Bundeskanzlerin eröffnet erstmals die Videospielmesse Gamescom. Doch obwohl Politiker Spiele als Kulturgut loben, fühlen sich manche Entwickler nicht wertgeschätzt. Zeit

Klein, virtuell und marktgerecht In Köln hat die weltgrößte Spielemesse Gamescom begonnen. Die Gamescom ist aber auch eine willkommene Werbeplattform – und zwar auch für Unternehmen, die nicht aus der Spielebranche kommen. Deutschlandfunk

Kanzlerin, Konferenzen und Kulturgut Nicht immer wurden digitale Spiele von Politikern so wohlwollend bedacht wie in diesen Tagen. Der Gamescom in Köln als weltgrößte Schau für interaktive Spiele und Unterhaltung erweist in diesem Jahr sogar Bundeskanzlerin Merkel ihre Reverenz und hebt die Bedeutung der Branche hervor. Heute.de

Gaming wird zum Breitensport Angela Merkel eröffnet heute die Gamescom. Gezockt wird längst nicht mehr allein: Social Gaming und E-Sports sind zwei der großen Trends der Spielemesse in Köln. Doch auch die Politik spielt eine Rolle. Handelsblatt

…one more thing!

Wenn Deutschlernen als Zeitverschwendung erscheint Wie nähern sich Flüchtlinge unserer Sprache an? Viele haben keinen Schulabschluss und wollen arbeiten, nicht lernen. Die bisherigen Kurse sind nicht erfolgreich. Was man besser machen könnte. Die Welt

Leitartikel

Die „verfluchte Traditionsfrage“ Der Traditionserlass muss vor allem eine Frage angemessen beantworten: An welchem Ideal soll sich die Bundeswehr orientieren? Frankfurter Rundschau

Darum ist die Briefwahl problematisch Sie war als Ausnahme gedacht. Doch immer mehr Bürger geben ihre Stimme vorzeitig ab. Das kann Wahlergebnisse ändern – und ist verfassungsrechtlich nicht unbedenklich. Süddeutsche Zeitung

Zu viele Skrupel für den Brexit Geht es nach Theresa May und Brexit-Minister Davis, findet der EU-Austritt nicht statt. Sie verschleppen und verzögern, wo sie nur können. Und die neuen Positionspapiere für Brüssel lesen sich geradezu wie ein Beitrittsgesuch. Die Welt

Ran an Erdogan Der türkische Präsident muss spüren, dass Europas Geduld nicht ewig währt. Tagesspiegel

Hass ist Hass Abgefackelte Autos. Prügel-Attacken. Drohanrufe. Pöbeleien. Man muss sich fragen: Sind wir auf dem W eg in einen „Wahlkampf brutal“? Bild

Ein neuer Flugplan Auf dem deutschen Luftverkehrsmarkt ändert sich (fast) alles. Darüber freut sich die Lufthansa, aber es kommen noch andere zur Party hinzu. Den Kunden wird die Insolvenz kaum schaden. FAZ

Das große Trauern um verlorene Mitarbeiter Noch immer wird der Arbeitsalltag in vielen Firmen von technischen Einschränkungen und Bürokratie reglementiert. Die Digitalisierung kann das aufbrechen – und dafür sorgen, dass gute Mitarbeiter nicht kündigen. Handelsblatt

From Kabul to Baghdad, My Bird’s-Eye View A five-nation tour offered a close look at the war on terror and disturbing context for Trump’s plans for Afghanistan. New York Times

North Face president: Never stop fighting for our public lands As the Interior secretary finishes his review of 27 national monuments, we may soon be left with an uncertain future. USA Today