Barcelona, AfD, Gerhard Schröder, Brexit, USA & Air Berlin

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Barcelona

Stich ins spanische Herz Wegen der langen Erfahrung mit Eta hielt sich Spanien im Antiterrorkampf für gut gewappnet. Das Land schien von der jüngsten islamistischen Terrorwelle verschont zu bleiben. Jetzt hat sich das geändert. FAZ

Der Terror ist zurück in Spanien Das Attentat auf Barcelonas berühmter Flaniermeile Las Ramblas trifft das Land ins Mark. Ein Land, das die eigene Terrorvergangenheit gerade erst abgeschlossen glaubte. Handelsblatt

Bittere Wahrheit Der Anschlag von Barcelona zeigt, dass diese Art von Terrorismus nicht zu besiegen ist, kommentiert der stellvertretende StZ-Chefredakteur Michael Maurer. Stuttgarter Zeitung

AFD

Frauke Petrys Niedergang Bislang sind die meisten Schachzüge von Frauke Petry aufgegangen. Damit könnte es bald vorbei sein – Petry droht das Ende ihrer politischen Karriere. Frankfurter Rundschau

Auch für Petry gilt die Unschuldsvermutung Frauke Petry soll unter Eid gelogen haben. Wenn ihre Partei den Schaden einer drohenden Anklage minimieren will, muss sie sich hinter ihre Chefin stellen. Tagesspiegel

Die AfD kommt nicht zur Ruhe Frauke Petry wird ihre Immunität als Abgeordnete verlieren. Die AfD-Chefin begrüßt das Verfahren, aber es wird eine Belastungsprobe für ihre Partei. Zeit

Gerhard Schröder

Das zieht einem die Schuhe aus Rosneft ist kein Unternehmen wie Volkswagen. Der Konzern dient den Interessen des Kremls. Und der ehemalige Bundeskanzler Schröder künftig auch. FAZ

Die deutsche Elite leidet unter einem Russland-Komplex Warum gibt es hierzulande so viele Russland-Versteher wie Gerhard Schröder? Oft wird zur Rechtfertigung auf Slogans wie „Wandel durch Annäherung“ verwiesen. Putin hat sich aber von uns entfernt. Die Welt

Schröders Engagement bei Rosneft ist instinktlos Altkanzler Schröder bricht mit seinem Engagement beim halbstaatlichen russischen Energiekonzern Rosneft keine Regeln. Es wäre aber gut, wenn es für solche Fälle strengere Auflagen gäbe. Stuttgarter Zeitung

Brexit

Vorsicht vor britischer Rosinenpickerei Ein harter Brexit wird für Irland und Nordirland nicht einfach. In der Frage des offenen Grenzverkehrs sollte die EU Großbritannien aber keine Hintertüren öffnen. FAZ

Theresa May – die alternativlose Lady Selten war Politik so unberechenbar: Theresa May galt als „Todgeweihte“, als sie nach ihrem Wahldebakel in den Urlaub ging. Jetzt muss sie ihre taktische Zurückhaltung überwinden. Ihre Möchtegern-Nachfolger zerlegen sich derweil selbst. Die Welt

Britain is slowly moving towards accepting harsh truths about Brexit In this week’s papers on customs arrangements and Ireland, Theresa May’s government begins to accept some inconvenient truths Economist

USA

Dafür braucht es keinen Putin Nach den Nazi-Aufmärschen in Charlottesville fragten sich manche, was Russland damit zu tun habe. Wie die Angst vor russischen Einmischungen einen Diskurs gekapert hat Zeit

Wie Denkmäler zu Gewalt anstacheln Immer wieder versuchen Rechtsradikale, die Ideologie einer weißen Vorherrschaft zu normalisieren. Der Denkmäler-Streit in Charlottesville und anderswo zeigt, die Wunden der US-Geschichte sind nur oberflächlich verheilt Handelsblatt

Ein Silberstreif am Horizont In Sachen weißer Vorherrschaft ist Trump sich und seiner Wählerschaft treu geblieben. Charlottesville könnte ein Wendepunkt sein. taz

Amerika wehrt sich Donald Trump vermeidet es, sich klar vom Rechtsextremismus zu distanzieren. Damit hat er eine bis dahin nicht dagewesene, geschlossene Front des Widerspruchs ausgelöst. Bonner General-Anzeiger

Trump ist schlecht fürs Geschäft Die US-Wirtschaft bricht mit dem Präsidenten. Top-Manager wollen mit Rassismus nichts zu tun haben. Donald Trump wurde von der Entwicklung offenbar völlig überrascht. Frankfurter Rundschau

Was ein CEO tun soll – und was nicht Die Chefs amerikanischer Unternehmen handeln mit dem Rückzug aus von Präsident Trump geschaffenen Beiräten vernünftig. Wer mit rassistischem Gedankengut sympathisiert, riskiert Boykotte und Verluste. NZZ

Trumps Debattenbeitrag: ein Schweineblut-Tweet Die Reaktion des US-Präsidenten auf den Terror in Barcelona fällt so kontrovers wie faktenarm aus. Süddeutsche Zeitung

Are Nazis as American as Apple Pie? Notwithstanding recent events in Charlottesville, Virginia, any sober observer can see that the United States is still a long way from the fevered atmosphere of Germany in 1933. But just because US institutions are holding up does not mean that they can’t be put in the service of vicious political programs. Project Syndicate

Baltimore’s Confederate Monument Was Never About ‚History And Culture‘ Why would a city in a state that sat out the Civil War erect a monument to Confederate generals in 1948? HuffPost

Air Berlin

Countdown für Air Berlin Kann der Totalabsturz der Fluglinie Air Berlin noch verhindert werden? Eine Hoffnung gibt es. FAZ

Mehr Wettbewerb statt höherer Preise Lufthansa ist nach dem schnellen Ende von Air Berlin noch mehr Monopolist auf einzelnen Strecken. Das Kartellamt muss Konkurrenten zulassen, sonst wird die Luft für die Kunden dünn. Die Welt

Air Berlin Die Pleite sollte ein Weckruf sein Ein Komplott, wie jetzt ausgerechnet Ryanair behauptet, ist die Pleite von Air Berlin nicht. Aber sie deckt Systemfehler im Luftverkehr auf. Frankfurter Rundschau

Alles ist möglich In Zeiten des Wahlkampfs ist alles möglich. Da wird aus einem Insolvenzverfahren, das eigentlich die Sanierung eines Unternehmens zum Ziel hat, ein Basar, der nur dem Feilschen und Verkaufen dient. Börsen-Zeitung

…one more thing!

Es fehlen die Grautöne Der Urnengang im ostafrikanischen Land war brisant und führte teilweise zu Gewalt. Zugleich war er ein eindrückliches Zeugnis der politischen Teilhabe der Bevölkerung. Eine differenzierte Einschätzung der Geschehnisse tut not. NZZ

Leitartikel

Ein weiteres Kapitel der Barbarei Nizza. Berlin. London. Nun Barcelona. Wieder ein Anschlag, der alle Züge des islamistischen Terrors trägt. Bild

Vom Hass auf Menschenretter Wehe denen, die im Mittelmeer Flüchtlinge zu retten versuchen. Sie dürfen sich im Netz auf einiges gefasst machen. Beispiele gefällig? Frankfurter Rundschau

Schränkt das Verfassungsgericht die Handlungsfähigkeit der EZB ein? Das Bundesverfassungsgericht lässt die Anleihekäufe der EZB vom Europäischen Gerichtshof überprüfen. Warum das die EZB nicht schwächt, sondern ihr neuen Verhandlungsspielraum verschafft. Wirtschaftswoche

Eine Grenze in Irland, die niemand wahrnehmen soll Seit 1923 existiert eine „Common Travel Area“ zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich. London macht zwei Vorschläge, wie das auch nach dem Brexit so bleiben könnte. Süddeutsche Zeitung

Gemeinsame Gesten Die amerikanisch-chinesischen Beziehungen sind zurzeit nicht gerade gut. Trotzdem hat Nordkorea nur schlechte Chancen, Peking und Washington im Konflikt um sein Atomwaffenprogramm auseinanderzudividieren. FAZ

Here’s Where Confederate Monuments Are Coming Down—And Which Ones Could Be Next After Charlottesville, the question of what to do about memorials to the Confederacy is more heated than ever. Mother Jones

Donald Trump has no grasp of what it means to be president U-turns, self-regard and equivocation are not what it takes Economist

Beware: Trump may use the alt-right to turn himself into the center It’s bigotry as an electoral tool. Washington Post

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