Bundestagswahl, Hessenwahl, Schweiz & Kenia

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Der Sieg der großen Kanzlerin Nach ihrem triumphalen Wahlsieg mit der Union gehört Angela Merkel nun in die Reihe der ganz großen Kanzler – auch wenn sie ihren bisherigen Partner verloren hat. Ihre Partei weiß, dass sie diesen Sieg allein der Kanzlerin zu verdanken hat. FAZ

Jetzt muss Angela Merkel aus der Deckung kommen Nach diesem Wahltriumph hat die Bundeskanzlerin nichts mehr zu verlieren. Sie sollte die Legislaturperiode nutzen, um in Europa und auch im eigenen Land reformerisch tätig zu werden. Die Welt

Kein Sieg des „Weiter so“ Dieser Wahlsieg ist eine Machtdemonstration Merkels. Einen Partner braucht sie trotzdem. SPD oder Grüne? Beide wollen nicht – und könnten es doch werden. ZEIT

Triumph der leisen Töne Merkel dominiert in der deutschen Politik in einer Weise, die bei anderen Politikern als bedrohlich empfunden würde. Doch die Kanzlerin pflegt selbst in der Stunde des Sieges das Understatement. In dieser Selbstbescheidung liegt ihre grosse Stärke. NZZ

Merkels einsamer Triumph Bundeskanzlerin Angela Merkel steht vor der Wiederwahl. Überlagert wird ihr Triumph nur vom Desaster der FDP. So bleibt für die Union nur die Koalition mit der SPD — dieses Bündnis ist für die Sozialdemokraten zugleich Fluch und Segen. Kölner Stadt-Anzeiger

Denn eins ist sicher: die Merkel Für diesen Wahlabend ist das Wort historisch tatsächlich angemessen, die Superlative drohen einem auszugehen: Die Union kratzte an der absoluten Mehrheit der Mandate im Bundestag, die sie zuletzt und einmalig 1957 errang. Bundeskanzlerin Angela Merkel kann sich diesen Wahlsieg nahezu allein zuschreiben. Rheinische Post

Merkel ist Miss Germany Es ist ein überwältigender Vertrauensbeweis für Angela Merkel. Sie hat 42 Prozent geholt, sie bleibt Kanzlerin. Aber der fulminante Sieg ist vergiftet. Die FDP ist tot, die AfD ein neuer Konkurrent. stern

Und jetzt? Schwarz-Grün 

bietet Chancen für sozialen Ausgleich und ökologischen Umbau. Trotzdem ist die Große Koalition wahrscheinlicher. taz

Mit wem Merkel jetzt regieren kann Bundestagswahl 2013 Die FDP ist raus, die Union braucht ein neues Bündnis. Die SPD ziert sich, doch sie wäre die realistische Wahl für Angela Merkel. Es sei denn, sie will Geschichte schreiben. Dann muss sie Schwarz-Grün wagen. Was für und gegen Merkels Machtoptionen spricht. Süddeutsche Zeitung

Merkels wahre Koalition steht bereits Der Sieg der Union ist ein Sieg für die Wirtschaft. Diejenigen, die in Deutschland etwas unternehmen, haben Angela Merkel auf den Thron gehoben. Ihnen schuldet sie nun etwas. Handelsblatt

Im Merkel-Land Angela Merkel macht den Unterschied. Ihr vertrauen die Menschen. Sie wollen sie im Kanzleramt haben, um die Bundesrepublik Deutschland in die Zukunft zu führen. Sie hat die Union bei der Bundestagswahl in Höhen gebracht, an die viele in CDU und CSU nicht mehr zu träumen wagten. Einiges war prognostiziert worden, aber dass die Sensation einer absoluten Mehrheit in greifbare Nähe rücken würde, hatte niemand auf der Rechnung. Bonner General-Anzeiger

Willkommen im Mutti-Staat Um 1 Uhr 34 sprang die Seite des Bundeswahlleiters um: Alle 299 Wahlkreise sind ausgezählt. Für die Anhänger der Marktwirtschaft brechen nun schwere Zeiten an. Wirtschaftswoche

Im Zenit seiner Macht Zwei Wahlerfolge in einer Woche: Die Wähler haben in Bayern für so klare Verhältnisse gesorgt, wie man sie der CSU nach den vielen Pannen gar nicht mehr zugetraut hatte. Parteichef Seehofer ist in der Union nun endgültig der starke Mann neben Kanzlerin Merkel. Süddeutsche Zeitung

„Haben Sie gedacht, Sie laden einen Idioten ein“ Zahlen, Sprüche, Wutausbrüche: Am Wahlabend im TV wurden „schonungslose“ Analysen angekündigt – doch die Parteien hielten sich zunächst zurück. Bis zu einem Flirtversuch von Trittin und Schäubles Wutausbruch bei Jauch. Handelsblatt

Welche Koalition hätten Sie denn gern? Mit diesem Ergebnis hatte niemand gerechnet: ARD, ZDF, RTL, n-tv, N24 und Phoenix berichten über eine denkwürdige Bundestagswahl. Das vorläufige Fazit: Verwirrung. FAZ

Deutschland im Zentrum Die Deutschen haben gewählt. Jetzt beginnt die spannendste Phase, die Regierungsbildung. Auch im Ausland wird aufmerksam verfolgt, wer künftig die politischen Zügel im Herzen Europas in Händen hält. FAZ

So hat Deutschland gewählt Deutschland, die geschwärzte Republik: Die interaktive Grafik zeigt den Sieg der Union in allen Details. Alle gewählten Abgeordneten, die Hochburgen der Parteien, die Statistiken, die wahlmüdesten Regionen – hier bekommen Sie den Überblick. Süddeutsche Zeitung

FDP

Dreiklang des Debakels Die Deutschen sagen Adieu zum Liberalismus. Die Wähler sind ganz offensichtlich mit der Leistung der FDP als Regierungspartei äußerst unzufrieden. Und das Spitzenpersonal der Liberalen hat die Leute in Scharen vergrätzt. Die FDP, wie wir sie seit geraumer Zeit kennen, hat keine Zukunft mehr. Süddeutsche Zeitung

Die FDP im Abgrund Es ist der Tiefpunkt eines gescheiterten Wahlkampfes: Die FDP scheitert im Bund und beinahe in Hessen. Die Zukunft der Liberalen muss eine komplette Erneuerung sein. FAZ

Weg-Ruf für die FDP statt Weckruf Die FDP hat sich versteuert – zwei Drittel ihrer einstigen Wähler wollen sie nicht mehr. Aber das Brot der FDP, der Liberalismus, ist nicht komplett verschimmelt. Tagesspiegel

Die Fehlerkette der FDP Die Liberalen sind nicht im kommenden Bundestag vertreten. Die Partei ist geschockt und beginnt sich und die peinliche Zweitstimmenkampagne kritisch zu hinterfragen. Wirtschaftswoche

Wir brauchen die FDP. Ganz dringend! Der politisch organisierte Liberalismus hatte es in Deutschland immer schwer. Jetzt liegt er wieder auf dem Sterbebett. Momentan weiß niemand, wozu es die FDP noch braucht. Dabei ist es so einfach. Die Welt

„FDP hat den politischen Liberalismus verraten“ Die FDP ist der Rekordverlierer der Bundestagswahl. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik zieht sie nicht mehr in den Bundestag ein. Das Totenglöckchen hat ihr schon öfter geläutet, diesmal könnte es endgültig sein. Beginnt jetzt der große Zerfallsprozess? Süddeutsche Zeitung

SPD

In der Schwebe Die SPD ist von den Ergebnissen der Bundestagswahl enttäuscht – und plant doch bereits für die große Koalition. Dabei wollen sich alle Beteiligen bis zuletzt alle Optionen offen halten. FAZ

Opposition ist doch kein Mist Bloß nicht wieder mit Merkel! Die SPD will der Regierungsbildung entgehen und freut sich lieber auf die Opposition. Am Horizont taucht schon rot-rot-grün auf. ZEIT

SPD stellt sich stur Kommt jetzt die Große Koalition? Die SPD-Spitze bremst Spekulationen über ein Bündnis mit der Union. In der Partei will man nach dem schwachen Abschneiden bei der Wahl Streit über das ungeliebte Bündnis vermeiden. Führende Genossen hoffen auf einen Verbleib von Peer Steinbrück. SPIEGEL

Auf die SPD wartet eine vor Kraft strotzende Union „Der Weg zurück ist länger als gedacht“: Von stolzen Ergebnissen sind die Sozialdemokraten weit entfernt. Nur die FDP-Verluste verschaffen Genugtuung. Die SPD will über große Koalition nicht sprechen. Die Welt

Genossen jubeln trotz Niederlage Die SPD hat eines ihrer schlechtesten Ergebnisse eingefahren. Grund zu feiern sehen sie gleichwohl. „Die Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der Bürger sich einen echten Regierungswechsel gewünscht hätte“, betont Hilde Mattheis, Exponentin der SPD-Linken. Stuttgarter Zeitung

Falsches Personal, falsches Programm Das große alte Projekt Rot-Grün: Im Bund scheitert es, weil der SPD-Kandidat und grüne Steuerpläne die Wähler verschreckten. Tagesspiegel

Grüne

Wo die Sonnenblumen welken Die Grünen können nur über den Absturz der FDP jubeln – das eigene Ergebnis ist eine Enttäuschung. Die Partei hat sich verkalkuliert. Ihre Führungsmitglieder versprechen eine „schonungslose“ Analyse. FAZ

Grüne in Schockstarre Die Grünen sind abgesackt, für das miese Ergebnis wird wohl Spitzenkandidat Trittin den Kopf hinhalten müssen, es könnte aber auch einen kompletten Generationswechsel in der Führung geben. Aber solange die Koalitionsfrage ungeklärt ist, werden die Personaldebatten aufgeschoben. SPIEGEL

Trittins Niederlage Die Niederlage der Grünen ist vor allem eine Niederlage Jürgen Trittins. Doch er wird damit leben können. Im harten Kern der Grünen, auf den sie jetzt zurückgeführt wurden, fühlt er sich besonders wohl. FAZ

Grüne Hoffnungen in Trümmern Nach Wahldebakel steht der Partei eine Richtungsdebatte bevor – auch über schwarz-grüne Bündnisse. Frankfurter Rundschau

Der unsanfte Absturz Die Wahl lässt geschrumpfte Grüne zurück. Der nun losbrechende Deutungskampf wird den Abschied mancher altgedienten Spitzenkraft zur Folge haben. taz

Die Flügel rüsten zum Kampf Der Schock sitzt tief, bei den Grünen brodelt es: Wer hat die Wahlschlappe zu verantworten? Linke und Realos kämpfen intern bereits um die Neuausrichtung der Partei. ZEIT

Die grün-rote Hütte brennt Bundestagswahlen sind keine Landtagswahlen. Doch Einfluss auf die Stimmung im Land haben sie schon. Grün-rot ist in Baden-Württemberg unter Druck Stuttgarter Zeitung

AfD

Starker Start für die Spalt-Partei Mitten in ihrem größten Sieg bekommt Angela Merkel einen Dämpfer. Die bürgerliche AfD landet aus dem Stand auf Höhe der Fünf-Prozent-Hürde – etabliert sich eine neue Oppositionspartei rechts der Mitte? Muss die Kanzlerin jetzt auf Kritik an ihrer Euro-Politik eingehen? Süddeutsche Zeitung

Doch eine Alternative für Deutschland Die eurokritische Partei Alternative für Deutschland hat es zwar nicht in den Bundestag geschafft. Dennoch ist sie der große Gewinner der Wahl. So erfolgreich ist noch keine Neupartei in Deutschland gestartet. Tagesspiegel

Warum die kleine AfD so unkalkulierbar ist Nie zuvor beeinflusste eine junge Partei einen Bundestagswahlkampf so stark wie die AfD dieses Jahr. Dennoch scheitert sie vermutlich an der Fünf-Prozent-Hürde – Selbstbewusstsein zeigt sie trotzdem. Die Welt

Bin ich schon drin? Knapp verpasst die AfD den Sprung in den Bundestag. Ihr Ergebnis von 4,7 Prozent ist dennoch eine der größten Überraschungen dieses Wahlabends. stern

Linke

Gregor Gysi übergroß Gregor Gysi traute sich, Oskar Lafontaine Grenzen aufzuzeigen. Vom ihrem richtigen Umgang mit Gysi hängt nun der dauerhafte Erfolg der Partei ab. Tagesspiegel

Die Linke feiert ihren Helden Die Linke feiert ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl trotz Verlusten euphorisch. Spitzenkandidat Gregor Gysi ist der Sieger – und feiert seine Partei als „drittstärkste Kraft“ in Deutschland. Die Welt

Die Linke feiert einen kleinen Triumph Gregor Gysi war de facto alleiniger Spitzenkandidat. Und dankte es der Linken mit unermüdlichem Einsatz. Spannend wird nun wieder einmal, wie es weiter geht in der Partei. Frankfurter Rundschau

„Wer hätte das gedacht?“ Zu Jahresfang stand die Linkspartei am Tiefpunkt, die Genossen fürchteten die Fünfprozenthürde. Die neuen Parteichefs haben die Partei beruhigt, Gysi hat sie wieder groß gemacht. Tagesspiegel

Abschied von Oskar Lafontaine Die Linke hat sich wieder berappelt – das ist vor allem Gregor Gysi zu verdanken. Oskar Lafontaine beschränkte sich dagegen darauf, seine Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht zu unterstützen. Tagesspiegel

Piraten

Das war’s dann wohl Die Piraten? Irgendwas mit Datenschutz. Das ist zu wenig. Die Partei steht wieder ganz am Anfang. Oder vor dem endgültigen Aus. Tagesspiegel

Es ist vorbei Für sie endet der Wahlabend im Abseits: Die Piraten können ihr Ergebnis von 2009 nur minimal steigern, der Traum vom Bundestag ist geplatzt. Jetzt geht es um die Existenz einer ganzen Bewegung. Erste Auflösungserscheinungen sind schon auszumachen. SPIEGEL

Piratenpartei fällt auf Stand von 2009 zurück In vier Landesparlamenten sitzen die Piraten – doch nun sind sie fast auf den Wert von 2009 abgestürzt. Die Selbstzerfleischung hatte ihren Preis. Es wird schwer, wieder auf die Beine zu kommen. Die Welt

Die Urne ist offline Piraten unbedeutend, Grüne schwach, selbst die letzten Bürgerrechtler aus der FDP sind raus. Das ist ein Schlag gegen die Netz- und Bürgerrechtsbewegung. taz

Rückblick Wahlkampf

Politik im Twitter-Format Nebensächliches, Schräges und Skurriles hat in diesem Wahlkampf mehr Aufmerksamkeit erregt als die wichtigen Themen. Viele Medien spielen dieses Spiel leider mit. Frankfurter Rundschau

Die deutsche Biedermeierstube Der Bundesrepublik geht es so gut, dass die Parteien im Wahlkampf Mühe hatten, Themen zu finden, über die es sich zu streiten lohnt. Der Preis von so viel Konsens ist intellektuelle Trägheit. NZZ

Ausblick

Die Versuchung voller Kassen Die neue Regierung darf sich nicht von der vermeintlich soliden Lage der öffentlichen Kassen einlullen lassen. Angesichts des Schuldenstandes sind Überschüsse kein Luxus, sondern Pflicht. FAZ

Wirtschaft dringt auf sofortige Ökostrom-Reform Dax-Vorstände wie Mittelständler fordern, endlich die Milliarden-Subventionen der Erneuerbaren Energieträger zu stoppen. Für einige große Stromverbraucher bedroht das Erneuerbare-Energien-Gesetz längst die Existenz. FAZ

Über den Ausverkauf der deutschen Interessen Merkels politisches Geschick sucht innenpolitisch ihresgleichen, auf dem Brüsseler Parkett wird sie regelmäßig über den Tisch gezogen. In Euro-Fragen ist das fatal und kostet den Steuerzahler Milliarden. Handelsblatt

Bündnisfähigkeit ist Kern deutscher Staatsräson Deutsche Politik darf niemals die Bedingungen vergessen oder gar zerstören, unter denen die Conditio Germaniae in Europa aufgehoben ist. Entscheidend bleibt zuletzt immer das amerikanische Bündnis. Die Welt

Kristina Schröder will mehr Zeit für Lotte Familienministerin Schröder verzichtet zugunsten ihrer Tochter auf ihr Amt. Sie will künftig nur noch Bundestagsabgeordnete für ihren Wiesbadener Wahlkreis sein. Von der eigenen Landespartei ist sie enttäuscht. FAZ

Landtagswahl in Hessen

Farbenspiele in Hessen Die CDU wird stärkste Partei – und verliert doch ihren Koalitionspartner. Bouffier will mit der SPD Gespräche führen, die Grünen schließen eine Koalition nicht aus, und die Linken hoffen auf einen „Politikwechsel“. Handelsblatt

Hessischer Tango Bouffier hat es nicht so gut wie Merkel. Allein kann er nicht regieren. Aber eine regierungsfähige Gegenkoalition zeichnet sich ebenso wenig ab. Entscheidend wird sein, was die Grünen wollen. FAZ

Gewinner ohne Mehrheit CDU und SPD legen bei der Landtagswahl in Hessen zu. Doch für keine der beiden Parteien reicht es zur Wunschkoalition. Und miteinander können sie auch nicht. stern

Der menschliche Faktor Die Koalition in Hessen wird umso schwieriger, je weniger die potenziellen Partner inhaltlich gemeinsam haben. In solchen Fällen kommt es besonders aufs Menschliche an. Bei Hessens CDU-Ministerpräsident Bouffier und seinem Herausforder von der SPD klappt das nicht so recht. Süddeutsche Zeitung

„Haben das Tal der Tränen durchschritten“ Die Frankfurter Sozialdemokraten setzen auf eine rot-grüne Landesregierung mit Duldung durch die Linkspartei und freuen sich darüber, dass Schwarz-Gelb die Mehrheiten bei der Landtags- und Bundestagswahl eingebüßt hat. Frankfurter Rundschau

Neues hessisches Kräfteverhältnis Wenn die SPD wirklich Politik gestalten will, muss sie mit der Linken zusammenarbeiten. Denn ohne die Linke wird es zur Mehrheit nicht reichen. Berliner Zeitung

Die Landtagswahl in Hessen Was eine kleine Partei so alles bewirken kann, selbst wenn es sie nicht mehr gibt: Die FDP fliegt auch aus dem hessischen Landtag, und plötzlich sind alle Türen offen. Für eine große Koalition, für eine schwarz-grüne Koalition und natürlich für eine rot-rot-grüne Koalition, jener Bündnisversuch, mit dem die SPD in Wiesbaden schon einmal eine Bauchlandung erlebte Bonner General-Anzeiger

Blockade droht Die Wähler in Hessen haben zwei Signale gesendet. Erstens: Die Volksparteien sind nicht tot. Zweitens: Es muss eine neue Regierung her, Schwarz/Gelb ist abgewählt. Nordwest Zeitung

Schäfer-Gümbel würde alles aufs Spiel setzen Dass die SPD wieder gut in Schuss ist, kann Schäfer-Gümbel für sich verbuchen. Mit Umsicht und Fleiß hat er die Partei hinter sich versammelt. Er würde alles aufs Spiel setzen, wenn er sich von den Sektierern der Linkspartei abhängig machte. FAZ

Der Mann, der aus der Tiefe kam Von ganz unten kommend, hat der frühere Verlegenheitskandidat der SPD in Hessen, Thorsten Schäfer-Gümbel, ein achtbares Ergebnis erzielt. Augsburger Allgemeine

Wehrpflicht in der Schweiz

Die GSoA im Jammertal Wuchtiger als erwartet wurde die Volksiniative «Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht» abgelehnt. Die friedensbewegten Aktivisten der GSoA müssen konstatieren, dass sie die Massen nicht mehr bewegen. NZZ

Die Armee ist ein Teil der Schweizer Identität Das eidgenössische Heer hat 180.00 Soldaten. Der Versuch, die Frage nach dem Sinn dieser gewaltigen Armee militärisch zu beantworten, ist der falsche Ansatz in dem Land, das keine Kriege führt. Die Welt

Sag mir, wo die Rekruten sind Soll die Schweiz die Wehrpflicht abschaffen? Deutschland probiert es. Mit ermutigenden Resultaten. ZEIT

Kenia

Attentäter stammen aus Afrika, USA und Europa Noch immer halten sich die Terroristen in einem Einkaufszentrum in Nairobi verschanzt. Sie sollen aus Somalia, Kenia, den USA, Großbritannien und Finnland stammen. Nun greifen Israelis und FBI ein. Die Welt

Kampf dem Terror, nicht den Gläubigen Entscheidend ist, vernünftig auf den Anschlag von Nairobi zu reagieren. Die Verantwortlichen in den Staaten Afrikas, in denen Muslime und Christen harmonisch koexistieren, dürfen nicht zulassen, dass die Eskalation auch ihre Bevölkerung entzweit. Berliner Zeitung

Krieg im Herzen der Metropole Militante Islamisten destabilisieren immer mehr afrikanische Staaten. Aber die Nachbarstaaten werden solidarisch gegen die Radikalen kämpfen. taz

Grausame Eskalation in Kenia Die Kaltschnäuzigkeit, mit der Extremisten ihren Heiligen Krieg in die kenianische Hauptstadt Nairobi brachten, verschlägt einem den Atem. Badische Zeitung

Jihad Comes to Kenya Interview with a Militant Foreign Affairs

…one more thing!

Abrechnung mit einem Tiger Einen Schlussstrich unter die Affäre um den Funktionär Bo Xilai hat der Prozess nicht gezogen. Er diente nur der Abrechnung mit einem Ex-Genossen, der der Partei gefährlich zu werden drohte. Berliner Zeitung

Leitartikel

Siegerin: Angela Merkel Die Kanzlerin kann sich nach dem Wahlsieg der Union aussuchen, mit wem sie koalieren will. Falls sie einen Koalitionspartner braucht. FAZ

Die Triumphantin Mit dieser Wahl wird aus der Regierungszeit Merkel eine Ära – die Ära des Merkelismus, einer Machtpolitik, der man das Machtvolle nicht anmerkt. Die Bürger haben der Kanzlerin nicht nur einen Sieg, sondern einen Triumph beschert. Die Schattenseite des Erfolgs: Derzeit besteht die CDU aus fast nichts außer ihr. Süddeutsche Zeitung

Die Kanzlerin, die den Deutschen so nah ist Und wenn alles unklar wäre – eines ist klar: Angela Merkel hat die Bundestagswahl gewonnen. Sie persönlich. Mit einem Wahlkampf, der keiner war. Tagesspiegel

Großer Sieg, was nun? Angela Merkel allein hat die Union zum Erfolg gezogen. Doch der Wahltag wird lange nachwirken – auch zulasten von Merkel. BILD

Unten Wechsel, oben Merkel Während andere Parteien historische Abstürze oder ungeahnte Höhenflüge erleben, thront über allem die fast schon ewige Kanzlerin. Das verdankt sie einem Täuschungsmanöver. Frankfurter Rundschau

Triumph & Absturz Über Merkels Sieg bei der Bundestagswahl und das Fiasko der FDP. AZ München

Merkels Agenda Eines muss Angela Merkel Sorgen machen. Der Wahlerfolg der Union gilt ihr. Ganz allein. Nicht ihrer Partei. Sie ist inzwischen für die Union unersetzlich. Die Union ist Merkel und Merkel ist die Union. Berliner Zeitung

Was nottut in Berlin Nach dem Wahltheater geht der Vorhang auf für das, was wirklich zu tun ist. Egal, wer mit wem – was die neue Regierung anpacken muss. Wirtschaftswoche

Angela Merkel’s bittersweet triumph ANGELA MERKEL, chancellor of Germany for eight years, seems likely to stay in office for a few more. Economist

Marcel Reich-Ranicki 1920 – 2013 SPIEGEL (Print)

Deutschlands Top-Anwälte Scheidung, Kündigung, Erbstreit, Verkehr, Wohn- und Mietrecht Die große FOCUS-Liste FOCUS (Print)

The GOP’s No Good, Very Bad Food Stamp Cuts The Nation

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