Kanzlerkandidatin Merkel, Frankreich & USA nach der Wahl

Kanzlerkandidatin Merkel

Souverän ist, wer gehen kann, wann er will Angela Merkel wird so sehr geschmäht und gehasst, wie es selten einem Kanzler zuvor geschah. Sie hat sich geweigert, diesem Druck zu weichen. Und doch weiß sie um ihr baldiges politisches Ende. Die Welt

Beinfreiheit für Merkel Die Christdemokraten legen der Bundeskanzlerin keine Fesseln an. Das geht zu Lasten ihrer Wähler. FAZ

Ohne Gestaltungswillen Angela Merkel stellt sich noch einmal zur Verfügung. Dass sie wieder Kanzlerin werden „will“, diese Aussage musste Merkel im Interview geradezu in den Mund gelegt werden Börsen-Zeitung

Darum ist Angela Merkel diesmal schlagbar Es war ein kleinlautes Häuflein von Opposition, dass sich 2013 gegen einen weiteren Wahlsieg von Angela Merkel stemmte. Natürlich vergeblich. Diesmal aber wird Merkel um die Kanzlerschaft kämpfen müssen – und sie könnte verlieren. Aus mehreren Gründen. Stern

Herr des morgigen Tages Die SPD zögert bei der Kandidatenfrage. Das kann die Partei nicht nur unflexibel erscheinen lassen, sondern auch unflexibel machen. Tagesspiegel

Frankreich

Dieser Mann ist die letzte Hoffnung gegen Le Pen Bei den Vorwahlen zum Präsidentschaftskandidaten siegte der konservativste der Konservativen. Doch auch für Liberale wäre er noch wählbar – wenn die Alternative wie erwartet Marine Le Pen heißt. Die Welt

Francois Fillon – plötzlich Favorit Er bewundert Margaret Thatcher und hat den „Charme einer Auster“: Ex-Premier Fillon hat bei der Vorwahl der französischen Rechten überraschend eine satte Mehrheit geholt. Er hat gute Chancen, Kandidat zu werden – und nächster Präsident. Süddeutsche Zeitung

Frankreichs Wagemut zahlt sich aus Mit Francois Fillon hat das bürgerliche Aufbegehren gegen das politische Establishment in Frankreich nun ein neues Gesicht. Dass er in keine Schublade passt, ist ein gutes Vorzeichen. FAZ

Plebiszit für Schockprogramm Francois Fillon weckt liberale Hoffnungen. Ihm trauen viele zu, dass er Frankreichs Dauerblockade überwinden könnte. NZZ

Triumph der Mitte Die Kandidatenkür hat gezeigt, dass die Mehrheit in Frankreich keinen Populisten à la Donald Trump nominieren will. Doch dass der ehemalige Premierminister Francois Fillon als Favorit vor Alain Juppé in die Stichwahl geht, erstaunt in einem Land, in dem „liberal“ als Schimpfwort gilt. Bonner General-Anzeiger

USA nach der Wahl

Wenn sie sich treffen, hält die Welt den Atem an Nicht nur der neue US-Präsident muss sich Gedanken machen, was Putin mit seinem Reich will. Auch Europa erinnert sich an Zeiten, als Russland die Geschicke des Kontinents leitete. Alles ist möglich. Die Welt

Die heilige Dreifaltigkeit Seit Trump und Putin sich annähern, ist ein Bündnis der beiden mit Assad wahrscheinlich. Das Land wird aufgeteilt, doch die Bevölkerung leidet. taz

Kein Frühstück bei Tiffany Donald Trump legt die 5th Avenue in New York lahm: Durch die vielen Demonstrationen verlieren die ansässigen Nobelgeschäfte ihre Kunden. Der Juwelier Tiffany’s büßt pro Woche bis zu sechs Millionen Dollar an Umsatz ein. Handelsblatt

Balten fürchten um ihre Sicherheit Nach dem Sieg von Donald Trump sorgen sich Litauen, Lettland und Estland um die Nato-Beistandsgarantien. Sie fühlen sich schutzlos gegenüber dem großen Nachbarn Russland. Süddeutsche Zeitung

Trump and the Bomb U.S. Nuclear Policy Under the Next Administration Foreign Affairs

Donald Trump and the Sense of Power US President-elect Donald Trump campaigned in part on a proposal to cut taxes dramatically for those with high incomes, a group whose members often have elite educations as well. So why did his most enthusiastic support tend to come from those with average and stagnating incomes and low levels of education? Project Syndicate

Trumps neue Weltordnung – Europas Chance und Aufgabe – Unter den Linden Phoenix

…one more thing!

Der britische Steuerkrieg zieht die EU in den Brexit-Abgrund Donald Trump hat US-Konzernen 15 Prozent Steuern versprochen. Die britische Premierministerin May will nachziehen – mit fatalen Folgen für den Rest der Welt. Süddeutsche Zeitung

Leitartikel

Die deutsche Politik geriert sich clintonesk Mit etwas Glück trifft Merkel mit ihrer vierten Kandidatur sogar dialektisch den Zeitgeist: „Jedes Ding geht mit seinem Gegenteil schwanger“, wusste der sehr deutsche Philosoph Hegel. Die Welt

Wrestling-Wahlkampf Zum Wahlkampf werden Union und SPD im Wahlkampf eine Art Wrestling aufführen: Nichts als eine perfekt inszenierte Show! Bild

Seehofers Selbstkrönung wurde verhindert Unverbindliche Volksbefragungen sind verfassungswidrig, urteilt das oberste bayerische Gericht. Der CSU fliegt damit eines ihrer Prestigeprojekte um die Ohren. Süddeutsche Zeitung

Frankreich bewahrt den kühlen Kopf Wie der Phönix aus der Asche erhebt sich Francois Fillon zum Präsidentschaftskandidaten der Konservativen. Damit tut sich den französischen Sozialisten die Chance auf, ein linkes Profil zurückzugewinnen. Frankfurter Rundschau

Das große Scheitern Selten war ein Scheitern so eklatant wie der Versuch eines Neustarts zwischen Amerika und Russland zu Beginn der Obama-Regierung. Auch jetzt wird sich zunächst nichts mehr ändern. Denn Putin wartet auf Trump. FAZ

The long and the short of the endless election cycle After such a long and fraught presidential election, we could all use a break. Too bad we don’t get one. Los Angeles Times

Marine Le Pen looms over a Trumpian world French presidential election will pit far-right leader against establishment figures Financial Times

Build He Won’t Don’t fall for the Trump infrastructure scam. New York Times

Who Is the New Attorney General Pick, Jeff Sessions? Newsweek

History Is a Pendulum Not an Arc We sometimes hear that time moves forward in one direction, like an arrow. History must too. Or perhaps it is an arc that, as they say, moves in one direction as well. But American politics does not always move like an arrow, and the arc is sometimes frustratingly invisible. At those times, history is a pendulum, swinging. Time