Karlspreis, Katholikentag , Spanien & Iran

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Karlspreis

Unbequem und preiswürdig Der Karlspreis für Emmanuel Macrons ist ein Symbol dafür, dass Europa von seinen Unterschieden lebt. Frankreichs Staatschef ist kein einfacher Partner für Berlin – und das ist gut so. Süddeutsche Zeitung

Mäkeln reicht nicht Emmanuel Macron wird in Aachen für seine europäischen Verdienste geehrt – und Angela Merkel hält die Festrede. Eine prima Gelegenheit für ein paar offene Worte. Zeit

Macrons Europa-Vision hat deutsche Wurzeln Das europapolitische Konzept von Karl Lamers und Wolfgang Schäuble aus dem Jahr 1994 ist gerade hochaktuell. Tagesspiegel

Macrons Utopie und Merkels Realismus Frankreichs Präsident Macron erhält den Karlspreis 2018 als „Hoffnungsträger“ für ein neues Europa. Kanzlerin Merkel lobt in ihrer Laudatio den „Zauber Europas“, den der junge Präsident versprüht. Doch ihre inhaltliche Antwort bleibt vage. Das deutsch-französische Tandem muss sich noch finden. Rheinische Post

Katholikentag

„Der AfD nicht die Rolle der Ausgegrenzten zugestehen“ Nach heftigen Debatten wird erstmals die AfD beim Katholikentag auf dem Podium sein. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung hält die rechte Rhetorik für unvereinbar mit christlichen Werten. Diskutieren will er trotzdem. Hier erklärt er, warum. Die Welt

Seehofers „Reiseprobleme“ Eigentlich sollte Horst Seehofer beim Katholikentag in Münster über Integration diskutieren. Doch er sagte kurzfristig ab – „aufgrund der Verkehrslage“. FAZ

Im Zeichen der Zwietracht Zwist unter Bischöfen, Streit ums Kreuz, Debatte über das Abendmahl, Krach um die AFD: Auf dem Katholikentag in Münster geht es um strittige Themen. Stuttgarter Zeitung

Spanien

„Die meisten Katalanen fremdeln mit ihrer Regierung“ Von wegen, die meisten Katalanen sind Separatisten: 80 Prozent der Bevölkerung empfindet sich als zugleich spanisch und katalanisch. Doch Carles Puigdemont ignoriert das, sagt unsere katalanische Gastautorin. Sie ist gegen die Abspaltung von Spanien. Die Welt

Kommt Katalonien nun zur Ruhe? Carles Puigdemont zieht weiter die Strippen – und nominiert in letzter Minute einen Nachfolgekandidaten. Nun soll Quim Torra Kataloniens neuer Regionalpräsident werden. Ist das eine Chance? FAZ

Katalonien muss endlich wieder selbst über seine Politik bestimmen Puigdemont macht den Weg für einen neuen katalanischen Präsidenten frei. Das ist gut so – denn die Region muss endlich wieder selbstständig werden. Handelsblatt

Iran

Trump braucht einen Plan B Der US-Präsident hat das Atomabkommen aufgekündigt. Viele in seiner Administration rätseln jetzt, wie es weitergehen soll – die Regierung hat kein Konzept vorbereitet. Süddeutsche Zeitung

Plötzlich gibt es wieder Gemeinsamkeiten Vor Trumps Iran-Entscheidung warteten in Moskau vor allem Konfliktthemen auf den deutschen Außenminister. Doch so hatten Heiko Maas und Sergej Lawrow ein Thema, auf das beide sorgenvoll blicken konnten. FAZ

In die Pupillen geschaut Atomdeal mit dem Iran, Raketenbeschuss aus Syrien – darüber sind sich die Außenminister Deutschlands und Russlands bei ihrem Treffen einig. Wichtig wurde eine Nebensache. Zeit

Europa leistet sich immer noch eine erstaunliche strategische Kurzsichtigkeit Spätestens seit unter Präsident Trump die Bündniszusage der USA brüchig geworden ist, dämmert es Europa, dass es selber mehr militärische Eigenverantwortung übernehmen muss. Dennoch wird mehr geschwatzt als getan, und insbesondere Deutschland kommt seiner Führungsrolle nicht nach. NZZ

Israel hat verstanden. Europa, dieser militärische Wurm, nicht Ohne eine einzige realpolitische Idee nehmen die Europäer den Mund voll mit humanistischen Parolen. Was wirklich zur Deeskalation beiträgt, ist Israels nüchtern durchdachter Militärschlag. Die Welt

Im Nahen Osten zieht ein „perfekter Sturm“ auf Der Ausstieg der USA trägt zur Destabilisierung einer ganzen Region bei. Weitere Faktoren machen eine Eskalation der Gewalt noch wahrscheinlicher. Was Europa jetzt tun kann Tagesspiegel

Realpolitik dauert länger als ein Tweet Trumps Ausstieg aus dem Iran-Abkommen ist unfassbar dumm. Trotzdem müssen wir weiter mit Teheran verhandeln – weil die Alternative die Apokalypse ist. Augsburger Allgemeine

Trump, der Brandstifter Die wichtigsten Figuren in Trumps Sicherheitskabinett sind Hardliner, von Diplomatie halten sie nicht viel. Den Preis dafür bezahlen werden andere. taz

Donald Trump lässt die Iraner im Stich Der amerikanische Präsident will das iranische Regime mit maximalen Sanktionen und der Aussicht auf Krieg in die Knie zwingen. Wie das gelingen soll, ist schleierhaft. NZZ

What Iran Really Wants in Syria Misperceptions of Tehran’s true intentions could lead to disaster. Foreign Policy

The Battle Between Israel and Iran Is Spreading As the Syrian Civil War winds down, a potentially more dangerous conflict intensifies. The Atlantic

Counting the Costs of Trump’s Iran Policy Donald Trump’s decision to withdraw from the Iran nuclear deal is likely to make addressing that country’s nuclear development more difficult. More broadly, it threatens to rob the world of a new and innovative approach to global governance and multilateral diplomacy at a time when such approaches are badly needed. Project Syndicate

Trumps Iran-Entscheidung – Wie geht es weiter in Nahost? Als sich der Iran 2015 in Wien zum Verzicht auf sein Atom-Programm bereit erklärte, keimte so etwas wie Hoffnung für die verfahrene Lage im Nahen Osten auf: Die Bedrohung durch eine weitere Atom-Macht schien gebannt, im Gegenzug versprach die Aussetzung von Sanktionen auch eine Normalisierung der politischen Verhältnisse im Iran selbst. phoenix Runde vom 09.05.18

…one more thing!

Was vom Aufstand gegen Söder übrig blieb Seehofer, Aigner, Herrmann, Dobrindt, Weber – fast alle CSU-Granden wollten Söders Aufstieg verhindern. Ein halbes Jahr später scharen sie sich einträchtig um den neuen Ministerpräsidenten. War was? Süddeutsche Zeitung

Leitartikel

Vertragstreue à la Trump Nicht-amerikanische Unternehmen werden den Preis dafür bezahlen, dass Präsident Trump einen Vertrag verletzt, den Amerika selbst durchgesetzt hat. Das kann nicht richtig sein. FAZ

Deutschland muss sich endlich Trump entgegenstellen Bundeskanzlerin Merkel ist dem US-Präsidenten bisher freundlich-kompetent begegnet. Das hilft erkennbar nicht. Berlin muss seine wirtschaftlichen Möglichkeiten gegen den Zerstörer aus dem Weißen Haus nutzen. Süddeutsche Zeitung

Enttäuschte Paternalisten wie Palmer sind die schlimmsten Der Fall der renitenten Asylbewerber in Ellwangen entlarvt Politiker wie den Grünen Boris Palmer. Solche Leute denken ernsthaft: Schwarze müssten dankbar und zahm sein, wenn sie mal nicht unterdrückt werden. Die Welt

Kein Geld für Teheran US-Präsident Donald Trump hat scharfe Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Bild

Führt Trumps Sanktionspolitik zu wirtschaftlicher Größe? Trumps Logik klingt einfach: Er schließt ausländische Produkte vom US-Markt aus und schon entstehen viele neue Arbeitsplätze und das Land wird wieder groß. Internationale Handelsketten machen dieses Kalkül zunichte. Wirtschaftswoche

Globale Konkurrenz Unregulierte Märkte fragen nicht nach den Bedürfnissen der Menschen und dem Zustand der Naturressourcen. Daher brauchen wir einen grundlegenden Kurswechsel in der Weltwirtschaft. Frankfurter Rundschau

Berlin braucht den Willen, schnell und viel zu bauen Die Situation am Wohnungsmarkt ist dramatisch und lässt am Senat zweifeln. Berlin muss sich selbst helfen – mit Entschlossenheit. Tagesspiegel

Haspel won’t torture again. But would she stand up to Trump on the next test? The nominee to become CIA director hasn’t proved she would stand up to President Trump if necessary. Washington Post

Oliver North Thinks NRA Leaders Are Being Treated Like Black Americans Under Jim Crow The NRA’s new president says its opponents are engaging in “civil terrorism.” Mother Jones

One More Immigration Try A debate and vote might save imperiled House Republicans. Wall Street Journal

The meaning of the Vision Fund Succeed or fail, Masayoshi Son is changing the world of technology investing Economist

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