Nepal, BND, Mindestlohn, Deutsche Bank, VW, Flüchlinge & Griechenland

Überrollt von einer Wand aus Eis und Schnee Wie eine 50 Stockwerke hohe Wand sei die Lawine auf das Basislager des Mount Everest zugerast, berichten Augenzeugen. In höheren Camps sitzen noch Dutzende Bergsteiger fest. Das Erdbeben hat ihren Rückweg zerstört. Süddeutsche Zeitung

Lehren aus der Katastrophe ziehen Die Katastrophe in Nepal ist eine Tragödie im doppelten Sinne. Neben vielen weiteren Todesopfern muss man befürchten, dass das Erdbeben keine Folgen für den Bau von Häusern haben wird. Dabei muss noch nur Nepal sich Gedanken machen. Kölner Stadt-Anzeiger

Nepals zerstörtes Weltkulturerbe Bei dem verheerenden Erdbeben in Nepal gab es Tausende Opfer und erhebliche Schäden. Auch für Nepals reiches Kulturerbe war das Beben ein massiver Schlag. Deutsche Welle

Was Nepal verliert Das Erdbeben von Nepal ist eine Katastrophe auf allen Ebenen: Während wohl Tausende Tote zu beklagen sind, werden auch die Schäden an Kulturschätzen deutlich, die teils zum Unesco-Welterbe zählen. Süddeutsche Zeitung

The Earthquake Nepal Saw Coming Political gridlock and substandard infrastructure left the country particularly vulnerable to devastation. The Atlantic

BND

Halb zog sie ihn, halb sank er hin Beim BND funktioniert die Kontrolle nicht – weder intern noch durch die Regierung. Wenn das nicht abgestellt wird, ist es ein Verrat an der Verfassung. Süddeutsche Zeitung

Riskantes Spiel „No risk, no fun“ – mit diesem Spruch ist Gerhard Schindler einst angetreten. Nach den Enthüllungen über die Zusammenarbeit mit der amerikanischen NSA wird es eng für den BND-Chef. Der Auslandsgeheimdienst ist berüchtigt für seine Intrigen. Süddeutsche Zeitung

Dienst ohne Geheimnis Nach dem Skandal ist vor dem Skandal. Die schweren Vorwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst (BND) werfen einen dunklen Schatten auf dessen Selbstverständnis. Berliner Zeitung

Opfer oder Mittäter? Die Rolle des BND in der Spionageaffäre ist unklar. Und die der Bundesregierung auch. Es könnte in dem Fall noch einige Überraschungen geben. taz

Keine Lust auf Spielchen Flüchtlinge, G36, BND: Derzeit sind viele brisante Themen mit Thomas de Maizière verbunden. Für den Kanzler-Aspiranten ist das nicht immer von Vorteil. Ob es ihm aber schadet, ist offen. FAZ

Bundesregierung warnte Airlines nicht vor Abschussgefahr Flug MH17 Zwei Tage vor dem Abschuss von Flug MH17 erfuhr die Bundesregierung von der Gefahr für Flugzeuge über der Ostukraine. Sie gab die Informationen nicht weiter. Reiner Zufall, dass keine deutsche Maschine getroffen wurde. Süddeutsche Zeitung

Mindestlohn

Superministerin im Verleugnen der Realität Der Mindestlohn beglückt die Arbeitnehmer und vernichtet keine Jobs – so sieht es Andrea Nahles. In Wirklichkeit verändert das Prinzip 8,50 Euro je Stunde gerade das ganze Land. FAZ

Der Mindestlohn treibt die Koalition auseinander Über sechs Stunden diskutierten Partei- und Fraktionsspitzen im Kanzleramt. Am Ende einigte man sich auf so gut wie nichts. Nun ist die Lage maximal verfahren. Vor allem die Union steht schlecht da. Die Welt

8,50 Euro Mindestlohn – na und? Süddeutsche Zeitung

„Ein großer historischer Erfolg“ DGB-Chef Reiner Hoffmann hat sich gegen Änderungen beim Mindestlohn ausgesprochen. Die Einführung des Mindestlohns zu Jahresbeginn sei ein historischer Erfolg, von dem 3,6 Millionen Menschen profitierten, sagte Hoffmann im Interview der Woche im Deutschlandfunk. Die Befürchtung, dass tausende Arbeitsplätze gefährdet würden, habe sich nicht bewahrheitet. Deutschlandfunk

Deutsche Bank

Warum die Deutsche Bank sich schrumpft Die Deutsche Bank trennt sich nach nur sieben Jahren von der Postbank – auch um die Anforderungen von Regulierern und Politik zu erfüllen. Paradoxerweise sieht das Institut damit fast so aus wie vor der Finanzkrise. Süddeutsche Zeitung

Neue alte Deutsche Bank Die Deutsche Bank wollte immer zu den besten Banken der Welt gehören. Der Börsenkurs spricht eine andere Sprache. Was nun als Ergebnis strategischer Überlegungen verkauft werden soll, ist teils ein Gebot der Not. FAZ

Die traurige Geschichte eines anhaltenden Abstiegs Die neue Strategie der Deutschen Bank samt Postbank-Verkauf ist einzig aus der Not geboren. Sie ist auch Folge einer katastrophalen Standortpolitik in Berlin und Brüssel. Die Welt

Frankfurter Reförmchen statt Radikalkur Die Deutsche Bank hat sich in ihrer Strategiediskussion am Ende für die weniger spektakuläre aber vernünftigere Lösung entschieden. Aus der „Schicksalswoche“ gehen viele aber beschädigt heraus – auch ganz oben. Handelsblatt

Volkswagen

Volkswagen – ein unregierbarer Konzern VW braucht eine neue Kultur, die nicht nur von Autorität und strenger Hierarchie geprägt ist. Doch nach dem Rücktritt Piëchs ist ein gefährliches Machtvakuum entstanden, auf das niemand vorbereitet ist. Süddeutsche Zeitung

Der einsame Wolf Ferdinand Piëch schmeißt die Brocken hin – und tritt doch nicht von der VW-Bühne ab. In der letzten Präsidiumssitzung wurde deutlich, worum es wirklich geht. FAZ

Mit Piëchs Abgang fällt nicht der letzte Vorhang Da sollte sich niemand täuschen: Bevor ein Piëch in den Sonnenuntergang reitet, liest er seinen Machiavelli. Die unerwartete Wende im VW-Schlachtengetümmel wird wohl nicht die letzte gewesen sein. Die Welt

Ein Denkmal namens Ferdinand Piëch Genialkalt, unnahbar: Der Auto-Patriarch Ferdinand Piëch ist zu Lebzeiten eine Legende geworden. Sein Lebenswerk VW sah er am Ende bedroht. Am Samstag trat er die Flucht nach vorne an. Handelsblatt

Was der Ausstieg Ferdinand Piëchs für Volkswagen bedeutet Mit Piëch steigt ein Manager aus, der mit mit dafür verantwortlich ist, dass der Konzern in diesem Jahr wahrscheinlich zur Nummer eins aufsteigt. Doch mit seinem Plan, Winterkorn zu stürzen, ist er kläglich gescheitert. In der Krise liegt auch eine Chance. Kölner Stadt-Anzeiger

Plötzlich Krisenmanager Nach dem überraschenden Abtritt von Ferdinand Piëch führt kommissarisch Berthold Huber den Aufsichtsrat von Volkswagen bis ein Nachfolger gefunden ist. Die Rolle als Krisenmanager ist dem früheren IG-Metall-Chef schon aus der Finanzkrise bekannt. FAZ

Der Machtkampf ist entschieden – oder? Erst sollte Martin Winterkorn gehen, dann ging er doch selbst: Ferdinand Piëch hat seine Macht überschätzt und musste jetzt den Rückzug antreten. Doch ganz verlässt er den Konzern nicht – was auch gut ist. Wirtschaftswoche

Flüchtlinge

Hypermoral hilft den Flüchtlingen nicht Das Herz ist groß, die Problemlage aber hochkomplex: Wie kann Politik pragmatisch humanitär sein angesichts so vieler Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen? Die Welt

„Die Schlepper haben sie wie Fische gestapelt“ Die Toten zählen, den Lebenden helfen – das versucht die Internationale Organisation für Migration. Mitarbeiter wie Flavio di Giacomo sind oft die ersten Kontaktpersonen für Flüchtlinge, wenn sie die italienische Küste erreichen. Süddeutsche Zeitung

„Ich habe damit gerechnet, zu sterben“ Die Geschichte einer monatelangen Flucht: Wie sich Simon aus Eritrea bis nach Mailand durchschlägt. Frankfurter Rundschau

Stadt, Land, Flüchtling Wer es als Flüchtling nach Deutschland schafft, genießt noch keine Sicherheit. Die Unterbringung ist schwierig – in der Stadt und auf dem Land. taz

Griechenland

Auf der Quarantänestation der Euro-Zone Europa darf Griechenland nicht ausschließen – die Folgen wären unabsehbar. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass viele Europäer den Verbleib der Griechen nicht goutieren. Das müssen die Politiker sehr ernst nehmen. Süddeutsche Zeitung

„Alle hassen mich“ „Spieler“, „Amateur“, „Zeitverschwender“: Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis muss von seinen EU-Kollegen ganz schön viele Vorwürfe einstecken. Premier Alexis Tsipras hält an seinem Minister fest – noch. Handelsblatt

A New Deal for Greece Though three months of negotiations between the Greek government and its European and international partners have brought about much convergence, they have not yet produced an agreement. What steps are needed to produce a viable, mutually acceptable reform agenda? Project Syndicate

…one more thing!


President Obama complete remarks at 2015 White House Correspondents‘ Dinner

Leitartikel

Vom Nutzen der Dienste Bei allem Verständnis für die Lust am Skandal: Nicht westliche Geheimdienste sind die größte Bedrohung, sondern der IS-Terror. Ein wenig mehr Rückgrat gegenüber der NSA könnten die Deutschen allerdings zeigen Die Welt

Das Kanzleramt muss aufklären! Bei Skandalen in der Welt der Spione spielt die Politik immer wieder denselben Trick: Alles auf die Geheimdienste schieben. Bild

Der absurde Herr Steinmeier Der deutsche Außenminister hätte es gerne verhindert, dass man den Völkermord an den Armeniern „Völkermord“ nennt. Schlimm genug. Doch seine „Holocaust“-Äußerung ist geradezu dreist. Süddeutsche Zeitung

Neue alte Deutsche Bank Die Deutsche Bank wollte immer zu den besten Banken der Welt gehören. Der Börsenkurs spricht eine andere Sprache. Was nun als Ergebnis strategischer Überlegungen verkauft werden soll, ist teils ein Gebot der Not. FAZ

Bis an die Grenze Sollen Putins Rocker auch in Berlin Stalin als Helden feiern und die Einverleibung der ganzen Ukraine fordern? Nein. Wer alle Grenzen überschreitet, für den bleibt die Grenze dann auch dicht. Tagesspiegel

Der Tag des Jahrhunderts 8. Mai 1945: Wie die Deutschen das Kriegsende erlebeten Spiegel (Print)

Glücklich & fit auf dem Rad Focus (Print)

Teure Worte Am 7. Mai wählt Großbritannien. Für Europa steht Wachstum und Stabilität auf dem Spiel – deswegen wäre ein Brexit der falsche Weg. Wirtschaftswoche

Why Ed Miliband Might Not Be Britain’s Next Prime Minister He still hasn’t offered a clear alternative to Tory austerity, and Scottish voters are abandoning the Labour Party. The Nation

Aftermath Nepal earthquake Economist