CDU, #Aufstehen, Flüchtlinge, Türkei, Iran & USA

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CDU

Irgendwie links liegen lassen Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sinniert öffentlich über eine Kooperation mit den Linken in Ostdeutschland. Seine Partei reagiert alarmiert. Süddeutsche Zeitung

Günthers falsche Strategie Die CDU soll sich – jedenfalls im Osten – für Bündnisse mit der Linkspartei locker machen, empfiehlt der Kieler Regierungschef. Da irrt er. Tagesspiegel

Die CDU blickt in den Abgrund der eigenen Prinzipienlosigkeit Schnell wurde der schwarz-linke Testballon, den Daniel Günther losließ, wieder runtergeholt. Wenn es ein Prinzip der Union geben sollte, dann das: Sie koaliert weder mit der Linkspartei noch mit der AfD. Oder ist alles egal? Die Welt

Angst vor der Braune-Socken-Kampagne Es ist absehbar, dass gegen Linkspartei und AfD in ostdeutschen Ländern keine Regierung gebildet werden kann. Geht es der CDU jetzt so wie der SPD vor 25 Jahren? FAZ

CDU-Landeschef Günther liebäugelt kurz mit den Linken „Da muss die CDU pragmatisch sein“: Doch die Debatte in der Union über die Möglichkeiten neuer Wege zu Koalitionen wird im Keim erstickt. Frankfurter Rundschau

Linkskurs hilft der CDU nicht Die Gedankenspiele des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten für mögliche Koalitionen seiner Partei mit der Linken ist für die Ost-CDU angesichts der dortigen Schwäche der Christdemokraten verständlich, aber nicht zielführend. Sie legt nur die Schwäche der CDU offen. Rheinische Post

Eine lausige Idee! Der CDU-Politiker Daniel Günther hält ein Bündnis seiner Partei mit den Erben der SED-Diktatur zumindest für denkbar. Warum das ein Fehler wäre. Augsburger Allgemeine

Den Laden am Laufen halten Die Wahlen im Osten könnten Koalitionen unmöglich machen, ein Pakt mit der Linken wäre sinnvoll. Manche scheinen aber eher zur AfD zu schielen. taz

#Aufstehen

#Aufstehen für den Ego-Trip Für den Erfolg einer Sammlungsbewegung müssten sich Lafontaine und Wagenknecht weit zurücknehmen. Das werden sie nicht tun. Tagesspiegel

Dann lieber Liegenbleiben Aufstehen kann jeder. Wer es tut, weil er etwas ändern will, ist auf dem richtigen Weg. Wer aber nur aufsteht, um von seiner Enttäuschung zu erzählen, hätte auch gleich liegenbleiben können. FAZ

Die „Aufstehen“-Bewegung braucht andere Gesichter Die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“ nutzt das Sommerloch, um maximale Aufmerksamkeit zu erreichen. Das ist schon einmal ein guter Einfall und ebenso professionell gedacht wie der bisherige Auftritt gemacht. Berliner Zeitung

Sammeln oder spalten? SPD-Mitglied Steve Hudson unterstützt Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung. Er erhofft sich davon einen neuen Schub für linke Politik. Yannick Haan widerspricht. Zeit

Flüchtlinge

Unterm Strich kommen sogar mehr Flüchtlinge nach Deutschland Weil Dublin nicht funktioniert, bastelt Merkel an Abkommen, die wenig bringen. Doch der Wille zählt offenbar, obwohl nun Griechenland auf Familiennachzug für anerkannte Flüchtlinge nach Deutschland drängt. Man könnte an anderer Stelle ansetzen. Die Welt

Europas Chance Angela Merkel hat erfrischend klar gesagt, dass das Dublin-System am Ende ist. Die willigen EU-Staaten müssen jetzt allein vorangehen. Gute Pläne dafür gibt es. Süddeutsche Zeitung

Merkels späte Einsicht alleine reicht nicht Angela Merkel hält das Dublin-System für „nicht funktionsfähig“. Das stimmt. Aber jetzt muss die Kanzlerin eine gerechtere Flüchtlingspolitik durchsetzen. Augsburger Allgemeine

Marokko ist am Zug Bundeskanzlerin Angela Merkel verspricht Spanien Unterstützung bei Grenzschutzverhandlungen mit dem afrikanischen Königreich. Doch dort verfolgt man eigene Interessen.Zeit

Deutschland – jenseits von Schuldverleugnung und Schuldbeflissenheit Die meisten Migranten, die nach Europa aufbrechen, wollen ins wohlhabende Deutschland. Dabei tut sich das Land wegen seiner NS-Vergangenheit besonders schwer mit dieser Tatsache. Es müsste pragmatischer und realistischer werden. NZZ

Türkei

Erdogan wettert und droht den USA Die Sanktionen von US-Präsident Trump gegen die Türkei bringen das Land an den Rand einer Krise. Analysten befürchten Konsequenzen für Europas Banken. Frankfurter Rundschau

Bewährungsprobe für das System Erdoğan Im Handelsstreit mit den USA fällt dem türkischen Präsidenten nur ein, an den Stolz der Türken zu appellieren – und an ihren Gott. Doch die ersten spotten schon, Allah werde die Schulden nicht zahlen. Süddeutsche Zeitung

Ein Geschenk Gottes für Erdogan Der türkische Präsident stellt sich als Opfer einer amerikanischen und jüdischen „Zinslobby“ dar. So lenkt er vom wahren Problem ab: seiner katastrophalen Wirtschaftspolitik. FAZ

Harte Landung An ihrer wirtschaftlichen Lage derzeit ist Türkei selbst nicht unschuldig. In den Jahren des billigen Geldes hat das Land strukturelle Reformen verschlafen und muss jetzt bei steigenden Zinsen mit ansehen, wie sich Investoren zurückziehen. Bonner General-Anzeiger

Erdogans Erdbeben Mit dem drastischen Kursrutsch vom Freitag ist aus der Lira-Krise ein Erdbeben geworden, das weit über die Grenzen der Türkei hinaus zu spüren ist. Börsen-Zeitung

Erdogan hat sich verrechnet Die türkische Lira fällt und fällt – und der türkische Präsident Erdogan ist daran nicht unschuldig. Kostet ihn die Währungskrise am Ende womöglich sein Amt? Augsburger Allgemeine

„Bricht die türkische Wirtschaft zusammen, ist der Migrationsdeal in Gefahr“ Die US-Sanktionen gegen türkische Minister sind eigentlich bloße Symbolpolitik, setzen die türkische Wirtschaft aber dennoch massiv unter Druck. Eskaliert der Konflikt, steht auch die EU vor Problemen. Wirtschaftswoche

‘U.S. Relations With Turkey Are Not Good at this Time’ U.S. tariffs on Turkish steel and aluminum caused the lira to slide. But ties between Washington and Ankara have been strained for a while. The Atlantic

Iran

Immer mehr Unternehmen stellen ihre Iran-Geschäfte ein Die Wirtschaft fügt sich der Forderung der Amerikaner und verlässt Iran. Die Politik hat dagegen einen anderen Appell an die Unternehmen. FAZ

Nicht nur Hamburgs Teppichhändler haben vorgesorgt Das Weltkulturerbe Hamburger Speicherstadt ist immer noch Heimat für Dutzende Teppichhändler. Sie haben den Konflikt zwischen den USA und dem Iran genau verfolgt und sich auf die Sanktionen vorbereitet – auch aus Angst vor Konkurrenten. Die Welt

Iran bows under growing economic pressures Tehran would serve its people better by changing its behaviour Financial Times

The Reincarnation of Mahmoud Ahmadinejad The former president was excommunicated from Iran’s political elite—but he’s using grassroots economic populism to revive his career. Foreign Policy

USA

Die Stürmer im Wasserglas Ein geplanter Aufmarsch rechtsradikaler Gruppen in Washington gerät zur Farce und beschert den Trump-Gegnern einen moralischen Triumph. Frankfurter Rundschau

Amerikas zersplitterte Rechte Die in tödliche Gewalt umgeschlagene Demo vor einem Jahr hätte die Rechte einen sollen. Stattdessen fordern manche jetzt die Skalps der anderen. Die Gefahr aber bleibt. Süddeutsche Zeitung

Washington war vorbereitet Am Jahrestag der Ausschreitungen von Charlottesville haben Rechtsextreme nur wenige Menschen auf die Straßen der US-Hauptstadt gebracht. Ihre Gegner beruhigt das nicht. Zeit

Gut gebrüllt, Altmaier! Peter Altmaier zeigt klare Kante im Handelskonflikt mit den USA – und schießt damit doch so weit an der Realität vorbei, dass dem Publikum elend wird beim Zuhören. Frankfurter Rundschau

What Charlottesville Changed We asked 16 of the most thoughtful people we know to describe the impact of the violence—and how we should think about it a year later. Politico

History will wonder why these men defended Trump but not their country The truth about Russia is out there, and it is staring every Republican in the face. Washington Post

Is the Media Out to Get Trump? Newsweek

Trumps Rezept – Zuckerbrot und Peitsche? China, Nordkorea, NATO, EU, Türkei, Iran – die Liste der Länder, bei denen Donald Trump nach der Methode Zuckerbrot und Peitsche verfährt, wird immer länger. Ob diese Taktik von Erfolg oder Misserfolg gekrönt wird, lässt sich noch nicht sagen. Steckt hinter Donald Trumps Twitterpolitik mehr Strategie als wir ahnen? Internationaler Frühschoppen am 12.08.18 phoenix

…one more thing!

Die Regenmacherin Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist im Hitzesommer die wichtigste Frau in der Regierung. Es ist ihre Bewährungsprobe, und sie geht einen anderen Weg als einer ihrer jungen Kollegen. FAZ

Leitartikel

Beim Gedenken an die Maueropfer geht es nicht nur um gestern Am 13. August 1961 begann Ostberlin mit dem Bau der Mauer. Wenn man jemandes wie Peter Fechter, der dort mit 18 Jahren starb, gedenkt, dann meint man damit auch die Diktaturen von heute. Die Welt

Wie Trump die Nazis hofiert Ein Jahr nach Charlottesville demonstrieren wieder Neo-Nazis in den USA. Diesmal in Washington und auch dank US-Präsident Trump. Frankfurter Rundschau

Trump überdehnt seine Macht Donald Trump setzt den Dollar als Waffe ein. Der türkische Präsident Erdoğan kann nichts dagegen tun. Doch vielleicht erodiert die Macht der Vereinigten Staaten allmählich. FAZ

Das soziale Pflichtjahr ist gut Junge Menschen lernen für ihr Leben, wenn sie ein Jahr lang Dienst an der Gesellschaft leisten müssen. Dass heute die linken und liberalen Parteien dagegen sind, ist erstaunlich. Süddeutsche Zeitung

Das verlorene Paradies Wie der Reisende zerstört, was er liebt Spiegel (Print)

Mehr Leistung fürs Gehirn Die wichtigsten Regeln, um das Denkvermögen deutlich zu steigern Focus (Print)

Donald Trump has thrown the Turkish lira under the bus But the argument with America is not the only cause of Turkey’s economic turmoil Economist

This Is Not a Time for Civility White-nationalist rallies are calls for genocide, and must be treated as such. The Nation

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